Glück gehabt: Tierschützer retteten in
China 300 "Miezekatzen" vor dem Kochtopf
- Gestohlene Vierbeiner beinahe zu Suppe verarbeitet
- Drei Tiere gestorben. Katzenhändler nicht angezeigt

Tierschützer haben in China 300 Katzen vor dem Kochtopf gerettet. Nach einem Tipp von einem Katzenliebhaber entdeckten die Aktivisten 22 Bambuskäfige voller Tiere bei einem Händler in Shanghai, wie der Tierschützer Lai Xiaoyu mitteilte. Von dort aus sollten die gestohlenen Katzen seinen Angaben zufolge an Restaurants in der Provinz Guangdong im Süden des Landes geliefert werden.
Die Tierschützer informierten die Besitzer der Tiere über das Internet von der Befreiungsaktion. Mehr als 50 Katzenbesitzer hätten ihre Lieblinge abgeholt, sagte der 34-Jährige. Drei Katzen seien jedoch gestorben, mehrere weitere hätten in den engen Käfigen Knochenbrüche erlitten.
Keine Anklage für Katzenhändler
Der Katzenhändler wurde nach einem Bericht der Zeitung "Shanghai Daily" von der Polizei festgenommen, nach wenigen Stunden aber ohne Anklage wieder freigelassen. Es sei in China nicht verboten, Katzen zu essen, sagte ein Polizeibeamter der Zeitung. Die Vierbeiner seien keine geschützten Tiere. Wie die Zeitung weiter berichtete, soll der Händler die Katzen von Tierfängern bekommen haben, die nachts in Wohngebieten auf die Jagd gehen.
Katze als Gourmet-Spezialität
Vor allem im Süden Chinas wird traditionell Katzenfleisch gegessen. Wie der Tierschützer sagte, sollte aus den Katzen eine Suppe aus Katzen- und Schlangenfleisch zubereitet werden - eine beliebte lokale Spezialität, die unter dem Namen "Tiger gegen Drache" auf der Speisekarte steht. Die Tierhändler bekommen von den Restaurants demnach rund 50 Yuan (5,20 Euro) für eine Katze. (apa/red)
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