Freitag, 3. Juli 2009

Feuer in Vorarlberger Kraftwerk nach Blitzeinschlag: Zwei Arbeiter leicht verletzt

  • Brand gelöscht. Rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz
  • Generatorschaden: Vorerst kein Weiterbetrieb möglich

Im zur Vorarlberger Illwerke AG gehörenden Kraftwerk Rodund II ist ein Feuer ausgebrochen, das enormen Schaden anrichtete. Als Ursache für den Brand wird ein Blitzschlag während eines heftigen Gewitters vermutet. Zwei Arbeiter wurden leicht verletzt. Sie konnten sich selbst aus dem Kraftwerksgebäude retten und wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus Bludenz gebracht. Das Feuer wurde bereits als gelöscht gemeldet.

In der Früh ging im Montafon ein starkes Gewitter nieder. Dabei traf vermutlich ein Blitz das Gebäude des Kraftwerks im Gemeindegebiet von Vandans (Bezirk Bludenz). Im neunten Untergeschoß, wo der Generator und eine Pumpe untergebracht sind, brach ein Brand aus. In dem um 7.55 Uhr eingegangenen Notruf sei die Rede von einer Explosion gewesen, so der Einsatzleiter der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL). Vermutlich habe der Blitz den die Maschinen des Kraftwerks umgebenden Ölfilm entzündet. Das Feuer breitete sich laut RFL-Angaben explosionsartig aus, mehrere Fenster zerbarsten.

Rund 100 Feuwehrleute im Einsatz
Fünf Feuerwehren, darunter die Betriebsfeuerwehr, waren mit insgesamt hundert Mann im Großeinsatz. Der Brand war laut dem RFL-Einsatzleiter eine "Herausforderung" für die Feuerwehren. Da der Brandherd in der Tiefe liege, war der Zugang erschwert. Dazu komme die starke Rauchentwicklung des Feuers, die schweren Atemschutz nötig machte. Der Brand konnte dennoch rasch unter Kontrolle gebracht werden. Das Ablöschen von Glutnestern dauerte noch bis in den Nachmittag.

Generator schwer beschädigt
Die Schadenshöhe lasse sich derzeit noch nicht abschätzen, erklärte Illwerke/VKW-Vorstandsvorsitzender Ludwig Summer. Sie dürfte jedoch enorm sein. Summer berichtete von einem Generatorschaden, was einen längeren Stillstand des zweitgrößten Kraftwerks im Illwerke-Verbund zur Folge haben wird. Da man nur eine Maschine in dem Kraftwerk habe, sei zunächst kein Weiterbetrieb möglich.

Es gelte nun, die Statik zu untersuchen und Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. Spezialisten sollen den Schaden am Generator in Augenschein nehmen, erst dann könne man eine Prognose wagen, so Summer. Ergebnisse werden für kommende Woche erwartet. Man werde zudem mit der Versicherung und mit Lieferfirmen Kontakt aufnehmen. Die Brandursache Blitzeinschlag sei noch nicht gesichert, aber "es deutet alles darauf hin".

(apa/red)

3.7.2009 13:02