Freitag, 3. Juli 2009

Amnesty übt Kritik an Schubhaft-Beratung:
"Das ist kein Weg Richtung Menschenrechte"

  • Generalsekretär Patzelt gegen Verdrängung der NGO
  • Innenministerium: "Geht eigentlich nur ums Geschäft"

Amnesty International beklagt die Verdrängung der unabhängigen Beratung für Schubhäftlinge. Der vom Innenministerium für alle Bundesländer außer Vorarlberg und Steiermark zur Schubhaft-Betreuung eingesetzte Verein "Menschenrechte Österreich" hatte angegeben, keine Rechtsberatung durchzuführen, weil das nicht Auftrag des Ministeriums sei. "Das heißt mehr Druck auf Rückkehr und keine Rechts- und Sozialberatung mehr. Das ist jedenfalls kein Weg Richtung Menschenrechte", kritisierte Amnesty-Generalsekretär Heinz Patzelt im Ö1-Morgenjournal.

Caritas und Diakonie hatten zuvor den Entzug der Betreuungsaufträge scharf kritisiert, das Innenministerium hatte mit dem Hinweis gekontert, dass es diesen Organisationen "eigentlich nur ums Geschäft geht". Patzelt weist letzteres scharf zurück: "Wir wissen ganz genau, dass Caritas und Diakonie seit Jahren viele hunderttausend Euro freie Spendengelder mit hinein investieren, weil die Kostenersätze des Ministeriums wirklich mickrig sind, um gute Qualität bereitzustellen. Und die geht auf diese Art und Weise definitiv verloren."

(apa/red)

3.7.2009 09:27
sidestep, 03. 07. '09 14:30
Ich kann überhaupt nicht verstehen.....
....dass diesen Organisationen (NGO´s) überhaupt nur ein Quentchen Aufmerksamkeit geschenkt wird. Was die sagen und die Kuh hinten fallen läßt, ist alles das Selbe. Nämlich Sch.... Wenn es nach denen geht, können wir ganz Afrika aufnehmen und es ist noch immer zuwenig. Daher zählt in diesem Falle nur das Sprichwort: Was schert es den Mond, wenn ihn die Wölfe anheulen.
hary1965, 03. 07. '09 09:42
Kein Sozialparadies
Dies muß Caritas und Amnesty International einmal erklärt werden, der Staat Österreich wird sich die erwünschte Praxis erwähnter Organísation nicht mehr leisten können, es gibt kein Menschenrecht auf Zuwanderung und Erhaltung aller durch den Staat und genau dies stellen sich jene vor. Wenn Verfahren abgeschlossen sind, kein Asyl gewährt wird oder der Betreffende Kriminell geworden ist, müssen Asylwerber in Schubhaft genómmen und abgeschoben werden da sie sonst untertauchen werden. Eine Rechtsberatung die nur dazu dient Verfahren noch zu verlängern und den Rechtsstaat aus zu trixen ist bei der überwiegenden Mehrheit nicht erwünscht, sollte die Politik den NOGs Rechnung tragen müßte sich der Wähler mit HC Strache wehren und das wollen wir alle nicht