Mittwoch, 1. Juli 2009

Mordversuch aus Eifersucht? Mann hat
seiner Ex-Freundin Kehle aufgeschnitten

  • Niederösterreich: Frau bei Angriff schwer verletzt
  • 49-Jähriger Täter wurde von Polizei festgenommen

Das Blutverbrechen von Eichgraben (Bezirk St. Pölten) scheint geklärt: Angaben des Landeskriminalamtes NÖ zufolge ist der Tatverdächtige in Würmla (Bezirk Tulln) gefasst worden. Dem 49-Jährigen wird zur Last gelegt, seiner gleichaltrigen Ex-Freundin die Kehle aufgeschnitten zu haben. Die Frau musste notoperiert werden, ihr Zustand ist stabil.

Gegen den Niederösterreicher bestand seit den Nachtstunden ein Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Mordes. Nachdem eine Hausdurchsuchung gemeinsam mit Beamten des EKO-Cobra in Eichgraben negativ verlaufen war, wurde eine österreichweite Fahndung - auch nach dem Auto des Verdächtigen - gestartet, so Oberstleutnant Alfred Schüller vom Landeskriminalamt. Ein Hinweis habe die Beamten schließlich nach Würmla geführt. Der Gesuchte wurde am Vormittag nahe des Fußballplatzes aufgespürt - und flüchtete sofort in ein Maisfeld.

Daraufhin rückte laut Schüller ein Großaufgebot von Polizeibeamten an. Hundeführer kamen ebenso zum Einsatz wie ein Hubschrauber des Innenministeriums. Das Feld wurde umstellt, der Verdächtige nach etwa einer Stunde gefasst.

Kehle aufgeschnitten
Das Verbrechen hatte sich gegen 0.30 Uhr im Wohnhaus des Opfers in Eichgraben ereignet. Dem Oberstleutnant zufolge wurde der Frau ein diagonaler Halsschnitt zugefügt. Der Verdächtige will die Tatwaffe, mutmaßlich ein Messer, am Ort des blutigen Geschehens zurückgelassen haben, was jedoch nicht der Fall sein dürfte. Die Einvernahme des Niederösterreichers dauerte an.

Eifersucht als Tatmotiv
Wie Oberst Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes, bereits zuvor mitgeteilt hatte, dürfte der Verdächtige seiner ehemaligen Freundin vor deren Wohnhaus aufgelauert haben und der Frau dann gefolgt sein. Das Motiv liegt vermutlich im privaten Bereich. Der 49-Jährige dürfte versucht haben, die Beziehung mit seiner ehemaligen Freundin wieder aufzunehmen.

Das Opfer habe trotz seiner schweren Verletzung am Hals noch auf die Straße laufen können, ehe es zusammenbrach, berichteten die Ermittler. Nachbarn hätten Erste Hilfe geleistet. Die 49-Jährige wurde in der Folge in das Landesklinikum St. Pölten eingeliefert. Nach einer Notoperation bestand für die Frau "keine unmittelbare Lebensgefahr mehr".
(apa/red)

1.7.2009 14:52