Dienstag, 23. Juni 2009

Definitiv "grünster" Wolkenkratzer der Welt: Turm erzeugt nötige Energie gänzlich selbst

  • Pearl River Tower in China absoluter Selbstversorger
  • Vorreiter in Sachen umweltfreundliche Architektur

Ein Wolkenkratzer, der die Energie, die er benötigt, komplett selbst herstellt. Zukunftsmusik? Nein - im Oktober 2010 bereits Realität. In der südchinesischen Provinzhauptstadt Guangzhou wächst gerade der Pearl River Tower dem Himmel entgegen. Und sorgt dafür, dass es unten auf der Erde auch weiterhin schön grün bleibt.

310 Meter soll das im Herzen des Industrieviertels liegende Gebäude messen. Die insgesamt 71 Stockwerke werden Büros beherbergen. Und die benötigte Energie soll zur Gänze im Turm selbst hergestellt werden. Windturbinen, Solarpanele und Brennstoffzellen liefern den Strom und machen das vom Chicagoer Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill entworfene Hochhaus zum energieeffizientesten seiner Art.

Mit Wind und Wasser
Große Öffnungen an den Außenwänden sollen Luft durch Windtunnels, die in den zwei Etagen mit technischen Equipments untergebracht sind, transportieren. Auf diesen Etagen sind jeweils zwei Windturbinen installiert, die jährlich bis zu einer Million Kilowattstunden Strom produzieren sollen.

Unabhängige Energieversorgung
Für die Erzeugung von Warmwasser kommen Solarpanele zum Einsatz. Im Keller des Wolkenkratzers befinden sich Brennstoffzellen, die aus natürlichem Gas Strom herstellen. Da die Energieversorgung im Gebäude selbst stattfindet, wird der Wolkenkratzer auch nicht ans lokale Elektrizitätswerk angeschlossen.

Schön kühl und hell
Eine doppelte Vorhang-Fassade sorgt dafür, dass es innerhalb des Gebäudes nicht zu warm wird, während eine speziell konzipierte Gewölbedecke noch mehr Tageslicht ins Innere bringen soll. Zudem soll gekühltes Wasser durch Metallpanele am Plafond laufen und dabei für Kühleffekte sorgen. (pte/kv)

23.6.2009 15:15