Heute startet 26. Wiener Donauinselfest:
Legendäres Festival trotzt dem Hochwasser
- Einsatzkräfte befreien die Insel noch vom Schlamm
- Treppelwege sollen bis zum Auftakt wieder frei sein

Große Freude bei allen Festivalwütigen: Das 26. Wiener Donauinselfest kann trotz des aktuellen Hochwassers regulär stattfinden. Bereits seit den frühen Morgenstunden sind die Einsatzkräfte von Straßenreinigung und Wiener Gewässern damit beschäftigt, Treppelwege am Areal rechtzeitig zum Beginn des Donauinselfests vom Schlamm zu befreien. Zugutekommt ihnen dabei, dass der für Wien relevante Pegelstand der Donau bei Korneuburg unterdessen auf 6,25 Meter gefallen ist.
Damit Rettung, Feuerwehr und Polizei während des Fests ungehindert passieren können, sind die ufernahen Treppelwege unbedingt freizuhalten. Die MA 45 (Wiener Gewässer) hat deshalb sechs kleine Bagger, einen Radlader und einen Lkw samt zehn Mann im Einsatz. Bereits jetzt sind die Treppelwege zwischen Floridsdorf und Nordbrücke trocken und müssen "lediglich" gereinigt werden. Und noch zu Mittag soll der Pegelstand auf sechs Meter sinken.
Die Aufräumarbeiten auf der Donauinsel sollen bis zur offiziellen Eröffnung um 18.00 Uhr erledigt sein. Dann treten bis einschließlich Sonntag 2.000 Künstler auf 13 Bühnen auf. Bei freiem Eintritt sind unter anderen Snow Patrol, Christina Stürmer oder Rapper Thomas D. zu sehen. Ein Feuerwerk wird es aber - wie schon im Vorjahr - nicht mehr geben.
Hauptattraktionen
Christina Stürmer und der deutsche Swingbarde Roger Cicero gehören zu den Hauptattraktionen des heurigen Donauinselfestes, das die Insel wieder zur großen Bühne werden lässt. Sie sind zwei von insgesamt 2.000 Künstlern, die bei der 26. Ausgabe der Veranstaltung auf 13 Bühnen ihr Können zur Schau stellen.
Auf der Ö3-Bühne die britischen Bands Razorlight und Snow Patrol zu hören, und auch die deutsche Gruppe Silbermond zeigte sich nach einem Jahr Pause wieder reif für die Insel. Thomas D. von den Fantastischen Vier wird seine Wortkünste hingegen auf der großen Festbühne performen. Und obwohl der Auftritt von "Manfred Mann's Earthband" im Vorjahr vom Herzinfarkt des Leadsängers während des Konzerts überschattet war, traut sich die britische Gruppe heuer erneut auf die Festbühne - auch wenn man zur Sicherheit einen eigenen Sanitär abstelle, wie Projektleiter Sascha Kostelecky versicherte.
Doppelter EAV-Auftritt
Für die österreichische Fraktion steht die EAV, die am Sonntagabend auf der Ö3-Insel ihren Auftritt hat - zeitgleich mit Wolfgang Ambros, der sich mit den Vereinigten Bühnen auf der Festbühne verbunden hat. Luttenberger*Klug haben gleich zwei Auftritte (je Samstag und Sonntag), während die österreichische Nachwuchshoffnung Clara Luzia am Freitag die Insel der Sozialistischen Jugend bewegen will.
(apa/red)
