Donnerstag, 25. Juni 2009

Archäologische Sensation: Steinbruch aus Jesu Zeiten im Westjordanland entdeckt

  • Beduinen warnten Forscher vor verwunschenem Ort
  • Steinbruch war vermutlich Teil eines antiken Klosters

Israelische Forscher haben einen Steinbruch aus Jesus Zeiten gefunden. Die israelische Zeitung "Haaretz" meldete, die 2000 Jahre alte Höhle sei etwa vier Kilometer nördlich der Palästinenserstadt Jericho im Westjordanland entdeckt worden. Der 4000 Quadratmeter große Steinbruch sei der bisher größte seiner Art im Heiligen Land.

Das unterirdische Gewölbe werde von 22 riesigen Säulen getragen, hieß es. Darauf seien verschiedene Symbole eingeritzt, darunter Kreuze, römische Buchstaben und ein Emblem der römischen Legion sowie ein Bildnis der Tierkreiszeichen.

Verwunschen und einzigartig
Der leitende Archäologe Professor Adam Zertal von der Universität Haifa sagte, die Forscher seien von Beduinen gewarnt worden, der Ort sei verwunschen und voller Hyänen und Wölfe. Sie seien jedoch ungeachtet der Warnungen in die Höhle gestiegen und hätten dort eine beeindruckende archäologisches Stätte vorgefunden.

Vermutlich Teil eines antiken Klosters
Man gehe davon aus, dass der Steinbruch Teil eines antiken Klosters war. Vermutlich handele es sich um den Ort Galgala, der auf der antiken Madaba-Karte des Heiligen Landes erscheine. Der Steinbruch sei vermutlich 400 bis 500 Jahre lang in Gebrauch gewesen. "Zur Zeit der Römer war es üblich, Tempel aus Steinen zu bauen, die aus heiligen Orten kamen und die natürlich teurer waren", erklärte Zertal. (apa/red)

25.6.2009 12:23