Mittwoch, 24. Juni 2009

'Es gibt Gewinner, aber viel mehr Verlierer':
ÖGB-Boss Foglar geißelt den Kapitalismus

  • Gewerkschafter im Interview mit NEWS angriffig
  • Foglar: 'Kasinokapitalismus gehört auf Schrotthaufen'

ÖGB-Präsident Erich Foglar, der sich beim Bundeskongress nächste Woche der Wahl stellt, macht im NEWS-Interview klar, dass nicht die ArbeitnehmerInnen die Zeche für die Wirtschaftskrise zahlen dürften: "Die bezahlen ohnehin schon mit Arbeitslosigkeit und Einkommenseinbußen. Da werden wir uns vehement dagegen stemmen." Für Foglar ist ein Systemwechsel notwendig: "Wenn das Einkommen der Manager auf kurzfristigen Börsenerfolgen aufbaut, auf Kündigungen und Produktionsverlagerungen, egal, was das langfristig für das Unternehmen heißt, dann ist das ein abartiges System. Das ist Kasinokapitalismus, der auf den Schrotthaufen der Geschichte gehört."

Dass die jüngste Wertestudie eine Entsolidarisierung nachweise, sei nicht verwunderlich: "Liberalisierung, Privatisierung, Deregulierung, Globalisierung und das Zurückdrängen des Sozialstaates - also die Politik der letzten 25 Jahre, ging zu Lasten der Solidarität. Wenn wir hören, wie gut die EU für uns ist, so stimmt das. Aber die Verteilungsgerechtigkeit hat damit nicht Schritt gehalten. Es gibt Gewinner, aber viel mehr Verlierer. Daher darf man sich nicht wundern."

Trotz Krise und sinkender Mitgliederzahlen bleibe der ÖGB schlagkräftig und erfolgreich, meint Foglar und verweist auf die jüngsten Lohnabschlüsse.

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen NEWS 26/09!

24.6.2009 12:49
Vasant, 24. 06. '09 18:27
Bei 300 Millionen Euro ...
sitzen die einzigen Gewinner in den Parteizentralen werter
Herr Foglar! Warum wird das Thema nicht angesprochen??

Da könnte man doch eindeutig sparen!
Vasant, 24. 06. '09 16:02
Tolle Rede!
Jetzt, wo sehr viele ehemalige Arbeitnehmer den Weg in
die Selbstständigkeit wagen, kommt so eine tolle Rede?
Um ein paar Jahre zu spät, meiner Meinung nach!

Und wenn mir jemand sagt, dass die EU gut für uns ist,
dann frag ich mich, warum uns die Idee der Privatisierung
so in eine Krise gebracht hat? EU Idee! Und jetzt schnell
mal wieder alles verstaatlichen!

Es ist gut in einer Krise fast 400 Millionen nach Brüssel
zu schaufeln und dafür ein Verfahren angehängt zu
bekommen? Mit nur 100 Millionen wären die 2000
Polizisten die dringend fehlen finanziert!!!!!

Bei solchen Aussagen denk ich mir, redet da ein Mann
aus Brüssel, oder aus Österreich?

TOLLE EU, aber was ist mit Österreich?

Meine Meinung!