OECD sagt Österreich üble Monate voraus:
Wirtschaft wird 2009 um 4,3 % schrumpfen
- Erst 2010 soll Konjunkturmotor wieder anspringen
- Weltwirtschaft erholt sich aber rascher als erwartet

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert in ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick für Österreich eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um 4,3 Prozent in diesem Jahr. Im Jahresverlauf 2010 werde sich die Wirtschaftsleistung dann "nach und nach beleben", die Ökonomen rechnen mit einem nur noch leichten BIP-Minus von 0,1 Prozent.
Die Wirtschaftstätigkeit sei Anfang 2009 stark eingebrochen, was vor allem auf den Einbruch der Exporte zurückzuführen sei. Im Vergleich mit dem Euroraum stehe Österreichs Wirtschaft allerdings nicht ganz so schlecht da: Bisher war der kumulative BIP-Rückgang in Österreich geringer als im Euroraum insgesamt, heißt es in dem heute Mittwoch in Paris veröffentlichten Wirtschaftsausblick.
Die seit letztem September ergriffenen Maßnahmen der Politik wirken laut OECD dem Abschwung entgegen und sorgen für eine Stabilisierung der Lage an den Finanzmärkten. "Es bedarf möglicherweise weiterer Stützungsmaßnahmen für den Finanzsektor, um Abwärtsrisiken zu begegnen, sollten sich diese konkretisieren", heißt es. Angesichts der sich verschlechternden Haushaltsposition sollte bald eine "glaubwürdige mittelfristige Konsolidierungsstrategie" formuliert werden. Die Haushaltsreformen sollten fortgesetzt werden, um die Konsolidierungsbemühungen zu erleichtern.
Gute Nachrichten für Weltwirtschaft
Nach dem stärksten Konjunktureinbruch der Nachkriegsgeschichte sieht die OECD erste Anzeichen einer Erholung. In den USA und Japan werde die Rezession voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres ein Ende haben, prognostizieren die Experten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem in Paris vorgelegten Wirtschaftsausblick. Konjunkturpakete und andere Stützungsmaßnahmen hätten den Abschwung gemildert.
"Dank entschlossener Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft sind uns die schlimmsten Auswirkungen der Krise erspart geblieben", konstatierte OECD-Generalsekretär Angel Gurria. Die Weltwirtschaft wird seinem Haus zufolge im kommenden Jahr fast doppelt so schnell wachsen wie bisher angenommen. Die Organisation hob ihre Prognose von 1,25 auf 2,3 Prozent an. Neben den Konjunkturprogrammen dürften auch der leicht anziehende Welthandel und günstige Finanzierungsbedingungen für eine "bescheidene Erholung" sorgen.
Für dieses Jahr erwartet die Organisation einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung von 2,2 Prozent. Im März wurden noch minus 2,75 Prozent vorhergesagt. Von den sieben größten Industrieländern (G-7) werden den USA 2010 die besten Wachstumschancen eingeräumt. Die weltgrößte Volkswirtschaft werde um 0,9 Prozent wachsen. Bisher hatte die OECD mit Stagnation gerechnet.
(apa/red)

