Dienstag, 23. Juni 2009

Medizin für unsere "kranken Kassen":
Ärzte & Versicherung segneten Paket ab

  • Differenzierte Rezeptgebühr, kleinere Packungsgröße
  • Änderungen auch im Bereich der Ärzte vorgesehen

Das von Sozialversicherung und Ärztekammer ausverhandelte Paket zur Sanierung der Krankenkassen steht. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat den mit den Medizinern vereinbaren Katalog abgesegnet. Die Ärzte sollen den Maßnahmen am kommenden Donnerstag ihren Segen geben. Im Anschluss wird das Paket bis spätestens Montag der Regierung überreicht.

Hauptverbandschef Hans-Jörg Schelling geht davon aus, dass mit dem Paket die Kassen im Jahr 2013 ausgeglichen bilanzieren können, das Kostendämpfungspotenzial für die Jahre 2010 bis 2013 bezifferte er mit 2,5 Mrd. Euro. Die Vorschläge, auf die sich Sozialversicherung und Mediziner verständigt haben, sind teils noch recht vage. Angesetzt werden soll unter anderem bei den Medikamentenkosten.

Differenzierte Rezeptgebühr
Angedacht ist eine differenzierte Rezeptgebühr mit niedrigeren Ausgaben für den Patienten, wenn er sich für ein kostengünstigeres aber wirkungsgleiches Präparat entscheidet. Ebenfalls angepeilt werden kleiner Packungsgrößen.

Änderungen sind auch im Bereich der Ärzte vorgesehen. Die Kassen wollen mehr mitreden was die Qualitätssicherung angeht. Die Kontrolltätigkeit selbst bleibt aber unverändert den Medizinern überlassen. Festgelegt werden sollen flexiblere Öffnungszeiten die möglichst auch am Wochenende ein Angebot im niedergelassenen Bereich für Patienten bringen soll.

Erleichtert werden soll auch die Bildung von Gruppenpraxen. Dazu dienen soll die Einrichtung von Ärzte GmbHs. Erstmals eingezogen wird ein echtes Alterslimit für einen Kassenvertrag. Neueintretende Ärzte dürfen demnach nur noch ordinieren bis zum fünften Jahr nach dem regulären Pensionsalter. Konkret hieße das heutzutage: ein Arzt müsste mit 70 seinen Kassenvertrag aufgeben.

(apa/red)

23.6.2009 15:04
himmelsbotin, 04. 07. '09 06:55
und wie wäre es
wenn die Kassen am eigenen Verwaltungsapparat sparen würden?Wenn ich sehe welche Menge an Personal zb. am Wienerberg rumläuft... ich bin sicher das könnte man minimieren. Die Bezahlung ist auch vieles besser z.b. im WGKK eigenen Hansuchkrankenhaus also auch in den Ambulanzen und Abteilungen behaupte ich. Auch hier wäre Einsparungspotential da.


Kleinere Packungsgrössen und dafür billiger wenn ich statt einem zwei Pakete im Monat benötige ist es billiger klar*kopfschüttel*
Generica statt Originale die Idee an sich gut nru irgendwann werden die Pharmafirmen nicht mehr forschen wenn nur noch Genericas verschrieben werden.
Das Pensionsalter ist ok mit 70-dann können junge Ärzte nach-wenn die Kassen neue Verträge gestatten.