Montag, 29. Juni 2009

Lufthansa glückt der erster Streich: EU-
Kommission bewilligt Brussels Airlines-Kauf

  • Fluglinie muss aber Rechte an Konkurrenz abtreten
  • Entscheid als gutes Vorzeichen für AUA-Übernahme?

Lange musste die Lufthansa um ihre Expansionsvorhaben bangen - nun ist zumindest die halbe Miete gewonnen: Nach langwierigen Prüfungen hat die EU-Kommission der deutschen Fluglinie grünes Licht für den Erwerb der belgischen Brussels Airlines gegeben. In einer zweiten gewichtigen Lufthansa-Angelegenheit heißt es aus Brüssel allerdings noch "bitte warten": Die Genehmigung zur Einverleibung der AUA ist weiterhin hängt weiterhin in der Schwebe.

Für den Erwerb der Brussels Airlines müsse Lufthansa gemäß den Auflagen der EU-Kommission unter anderem auf bestimmten Strecken Start-und Landerechte an Konkurrenten abgeben. Betroffen sind die Strecken zwischen Brüssel und Frankfurt, München, Hamburg sowie Zürich.

Zu diesen und anderen Maßnahmen habe sich Lufthansa verpflichtet, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission auszuräumen. "Aufgrund der vorgelegten Verpflichtungsangebote kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass die geplante Übernahme keine erhebliche Behinderung des wirksamen Wettbewerbs zur Folge haben wird", hieß es in der Mitteilung. Lufthansa will zunächst für 65 Mio. Euro 45 Prozent an dem kleineren Konkurrenten kaufen. Die restlichen Anteile sollen ab 2011 folgen.

Ein günstiges Vorzeichen könnte diese Entscheidung in Hinblick auf die gleichzeitig geprüfte Übernahme der Austrian Airlines darstellen. Hier wird eine Entscheidung der EU-Kommission im Juli Juli erwartet.
(apa/red)

29.6.2009 09:19