Montag, 22. Juni 2009

HTI schickt 500 Mitarbeitern blauen Brief:
Restukturierung sieht harte Einschitte vor

  • Ab 2010 soll wieder positives Ergebnis erzielt werden
  • 2008 Jahresverlust von knapp 40 Mio. eingefahren

Der oberösterreichische Technologiekonzern HTI High Tech Industries AG baut weitere Mitarbeiter ab. Bis Jahresende soll der Personalstand auf 1.100 sinken. Dafür müssen in Österreich rund 200 und konzernweit insgesamt 500 Mitarbeiter gehen. Vor einem Jahr hatte das börsenotierte Unternehmen, das von der Krise in der Autobranche voll getroffen wurde, noch ca. 2.000 Beschäftigte.

Derzeit sind rund 1.200 Personen an den acht Standorten im Inland beschäftigt, 400 an acht Orten im Ausland. Eine Vergleichbarkeit der Zahlen ist aber aufgrund der umfangreichen Kurzarbeit nur bedingt möglich, so das Unternehmen. Trotz der Halbierung will HTI-Chef Peter Glatzmeier den Jahresumsatz von ca. 200 Mio. Euro in den nächsten Jahren halten und noch heuer den Turnaround schaffen.

2008 wurde der Umsatz im Jahresvergleich von 151,6 auf 214,3 Mio. Euro gesteigert, während das Konzernergebnis von plus 2,8 auf minus 39,9 Mio. Euro eingebrochen ist. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich im Vorjahr von 17,7 auf minus 9,6 Mio. Euro. Glatzmeier verwies auf den allgemeinen Auftragseinbruch seit August 2008. Und ein Boden sei noch nicht absehbar.

Nach wie vor sei es schwierig, bei den Banken langfristige Finanzierungen zu erhalten. Trotz der Zurückhaltung der Finanzmärkte hält HTI aber an der heuer geplanten Kapitalerhöhung von 30 bis 40 Mio. Euro fest. Ein erheblicher Teil der Mittel sei bereits von den Aktionären zugesagt worden, für Änderungen in der Aktionärsstruktur gebe es keine Anzeichen.
(apa/red)

22.6.2009 13:21