Keine rosigen Aussichten: Weltbank
senkt Konjunkturprognosen für Euro-Zone
- In Europa neues Minus von 4,5 Prozent prophezeit
- Wirtschaft erholt sich langsamer als angenommen

·FORMAT: Bankhäuser
bunkern weiter Bares
Wirtschaft ächzt unter
knausriger Kreditvergabe
·Österreichern droht
ein Schulden-Tsunami
Privatverschuldung steigt
im zweiten Halbjahr an
Die Weltbank hat ihre Konjunkturprognosen für die Euro-Zone, die USA und Japan gesenkt. Die wirtschaftlichen Aussichten seien weiter ungewöhnlich unsicher, erklärte die Weltbank zur Begründung. Daher werde die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone, in den USA und in Japan 2009 stärker schrumpfen als bisher angenommen. Auch die Erholung werde im kommenden Jahr schwächer ausfallen. Dagegen blickt die Weltbank optimistischer als zuvor auf die Erholung 2010 in China, Russland und Indien.
Für die Eurozone rechnet die Weltbank im laufenden Jahr nun mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 4,5 Prozent statt dem bisher vorausgesagtem Minus von 2,7 Prozent. Die US-Wirtschaft soll demnach um drei Prozent schrumpfen statt um 2,4 Prozent, die japanische Wirtschaft um 6,8 Prozent statt um 5,3 Prozent.
Erholung verzögert sich
Für das nächste Jahr schraubte die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die Eurozone auf 0,5 Prozent von 0,9 Prozent zurück. Die Vorhersage für die USA nahm sie auf 1,8 Prozent von 2,0 Prozent zurück. In Japan sei nur noch mit einem Wachstum von 1,0 Prozent statt 1,5 Prozent zu rechnen.
Die globale Wirtschaftskrise und Finanzmarktschwäche wirken sich nach Angaben der Weltbank dramatisch auf die privaten Mittelzuflüsse für die ärmeren Länder aus. Die Kapitalflüsse in die Entwicklungsländer werden nach einer Prognose der Organisation in diesem Jahr mit wahrscheinlich 363 Mrd. Dollar (261 Mrd. Euro) weniger als ein Drittel des bisherigen Höchststands von 1,2 Bill. Dollar im Jahr 2007 erreichen.(apa/red)
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