Mittwoch, 24. Juni 2009

Koubek scheitert wieder einmal früh:
Fünfsatz-Niederlage nach 2:0-Satzführung

  • Österreicher in Wimbledon in der zweiten Runde out
  • Muss weiter auf erste Drittrunden-Teilnahme warten

Stefan Koubek hat den erstmaligen Einzug in die dritte Runde des Tennis-Grand-Slam-Turniers in Wimbledon erneut verpasst. Nach anfänglich starker Leistung und einer 2:0-Satz-Führung unterlag der 32-jährige Kärntner dem als Nummer 15 gesetzten Spanier Tommy Robredo mit 6:3,6:4,4:6,6:7(5),1:6. Nach 3:29 Stunden stand das Aus des ÖTV-Daviscuppers fest, dem es damit erneut nicht gelang, zwei Matches in Serie auf Rasen zu gewinnen.

Koubek hatte in der ersten Runde seinen ersten Erfolg in einem Fünf-Satz-Match seit fast fünf Jahren gefeiert, doch bei seinem zweiten Auftritt stand er im Entscheidungsset auf verlorenem Posten. Nachdem der Kärntner erneut über die volle Distanz gehen musste, machten ihm im Finish vor allen körperliche Probleme zu schaffen. "Das habe ich heute in der entscheidenden Phase gespürt. Das war kein normaler Muskelkater, sondern hat echt weh getan und war natürlich kein Vorteil", meinte Koubek. "Ich hätte gewinnen können, war aber in der Entscheidung stehend k.o. - und er ist gelaufen wie ein Wiesel."

Geschütztes Ranking
Der Villacher, Nummer 189 der Weltrangliste, spielt nach einer Rückenverletzung, die im Vorjahr u.a. sein Wimbledon-Antreten verhindert hatte, mit einem sogenannten geschützten Ranking (65.). Er schlug und kämpfte in den ersten zwei Sätzen stark, wehrte alle elf Breakbälle des Spaniers ab. Doch bei der zwölften Chance nahm der Favorit dem Österreicher den Aufschlag zum 3:1 ab und entschied den dritten Durchgang nach einem weiteren späten Break zum 5:4 für sich.

Der vierte Satz (Koubek: "Auch da hatte ich meine Möglichkeiten") ging erst im Tiebreak an den Viertelfinalisten der French Open. In der Entscheidung war der Widerstand von Koubek dann mit einem frühen Break gebrochen. "Ich wollte dranbleiben und versuchen, mein Service zu halten. Aber so wie das erste Game verlaufen ist, hat mir das den Rest gegeben", erklärte der ÖTV-Daviscupper, der sich nach der vergebenen Chance auf die dritte Runde entsprechend ärgerte: "Ich habe attraktiv und gut gespielt. Wenn man in Sätzen 2:0 voran ist, kann man nicht zufrieden sein."

Warten auf Runde drei
Beim neunten Antreten bei den All-England-Championships war für Koubek zum fünften Mal in Runde zwei Endstation, Wimbledon bleibt das einzige Grand-Slam-Turnier, bei dem er noch nie unter den letzten 32 war. Dabei hätte sich der Linkshänder auch in der dritten Runde gegen seinen Doppelpartner in Wimbledon, den Israeli Dudi Sela, einiges ausgerechnet. "Ich hätte eine gute Chance gehabt, weiter im Turnier zu bleiben. Gegen Sela wäre ich eher der Angstgegner von ihm gewesen."

(apa/red)

24.6.2009 18:58