Schwimmanzüge sind Schwerstarbeit:
Eine Stunde zum Anziehen von High-Tech
- Unmut über hautenge "Plastikmüllbeutel" am Körper
- Das Ausziehen ist dafür in 10 bis 20 Minuten erledigt

Die neuen High-Tech-Anzüge machen die Schwimmer zwar schnell, doch bis diese mal drinnen sind, dauert es eine Weile. Die Prozedur ist langwierig und zugleich Schwerstarbeit. "Bei ungebrauchten, nagelneuen Anzügen schafft man es nicht unter einer Stunde. Da kommt man richtig ins Schwitzen und braucht sich im Grunde gar nicht mehr aufwärmen", sagte der mehrfache deutsche Meister Helge Meeuw, der gegen die "Plastikmüllbeutel" ist und die Rückkehr zu den herkömmlichen Textilien fordert: "Männer in Badehosen, die Frauen im Badeanzug, aber das wird nicht passieren."
Die neuen Wettkampfanzüge sind so eng, dass es die Athleten zumeist ohne fremde Hilfe nicht schaffen. Dabei ist Vorsicht geboten, damit die Produkte nicht reißen. Wie etwa bei Daniela Samulski am vergangenen Freitag bei den deutschen Meisterschaften in Berlin. Samulski ließ sich von dem Zwischenfall vor dem Start aber nicht beirren und schwamm anschließend in 27,61 Sekunden Weltrekord über 50 m Rücken. Kleiner Trost: Das Ausziehen ist in 10 bis 20 Minuten erledigt.
(apa/red)
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