Montag, 22. Juni 2009

Neue Dopingtest-Methode für Tour de France: Zum Nachweis neuer Substanzen

  • Bernhard Kohl kooperiert mit Anti-Doping-Agentur
  • Gab wichtige Informationen für Kontrollen weiter

Die französische Anti-Doping-Agentur AFLD wird bei der diesjährigen Tour de France der Radprofis mit einem neuen Test auf Jagd nach potenziellen Dopingsündern gehen. Das kündigte AFLD-Präsident Pierre Bordry an. Mit einem neuen Verfahren, das allerdings noch nicht ganz ausgereift sei, könne man demnächst Proben auf eine bisher nicht nachweisbare Substanz überprüfen.

Um welches Mittel und welche Methode es sich dabei handelt, führte Bordry nicht aus. Bereits im Vorjahr überraschten die französischen Dopinglabore die Betrüger wie den Österreicher Bernhard Kohl, als sie in den Proben der Tour-Fahrer erstmals das Blutdopingmittel Cera nachweisen konnten. Der Radsport-Weltverband UCI erlaubt der AFLD auch in diesem Jahr, die gesammelten Dopingproben aufzubewahren und im Nachhinein noch mit neuen Testverfahren zu überprüfen. Die Tour de France beginnt am 4. Juli in Monaco.

Kohl kooperierte mit Frankreichs Anti-Doping-Agentur
Der ehemalige österreichische Radprofi und geständige Dopingsünder Bernhard Kohl hat mit der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD kooperiert. Der Niederösterreicher habe bei einem Treffen in Wien dem Generalsekretär und dem Kontrolldirektor der Organisation Informationen weitergegeben, die "aus seiner Sicht für den Kampf gegen Doping relevant" seien, erklärte der AFLD-Präsident Pierre Bordry.

Diese Angaben werde die AFLD nun auswerten. Der frühere Profi vom Team Gerolsteiner war vergangenen Monat zurückgetreten, nachdem er im Oktober 2008 durch einen Test bei der Tour de France 2008 des Blutdopings überführt wurde. Dort hatte der 27-Jährige den dritten Platz belegt und das Bergtrikot gewonnen.

(apa/red)

22.6.2009 22:28