Missbrauchsdrama: Sieben Männer wegen Vergewaltigung von 60 Frauen verhaftet
- Bolivien: Opfer wurden mit Narkosemittel betäubt
- Täter gehören mennonitischer Religionsgemeinde an

Wegen des Verdachts auf Vergewaltigung von mindestens 60 Frauen sind sieben Mitglieder einer mennonitischen Gemeinde in Bolivien festgenommen worden. Wie der bolivianische Generalstaatsanwalt Freddy Perez mitteilte, waren unter den Opfern auch Schwangere. Presseberichten zufolge hatten sich die zwischen 18 und 41 Jahre alten Männer in den vergangenen Monaten nachts in die Schlafräume der Frauen geschlichen, diese mit einem Narkosemittel betäubt und sich dann an ihnen vergangen.
Der Fall kam ans Tageslicht, als eines der Opfer während der Vergewaltigung aus der Betäubung erwachte und die Gemeinde alarmierte. Laut dem Chef der mennonitischen Gemeinde im 1.100 Kilometer von La Paz entfernten Manitoba, Peter Kelsner Peters, vergingen sich die Männer auch an zwei Mädchen. Die sieben Verdächtigen sollten dem Haftrichter vorgeführt werden, zwei mutmaßliche Komplizen waren noch flüchtig.
Mennoniten sind orthodoxe Protestanten, die Reichtum und Macht ablehnen und dem Pazifismus anhängen. Im 19. Jahrhundert wurden sie in Europa oft verfolgt. Viele wanderten zunächst in die USA, später dann auch nach Südamerika aus. (apa/red)
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