Montag, 22. Juni 2009

Neuer Präsident für britisches Parlament: Konservativer John Bercow setzte sich durch

  • War als Favorit in die geheime Abstimmung gegangen
  • Vorgänger Martin trat wegen Spesenaffäre zurück

Das britische Unterhaus hat den konservativen Abgeordneten John Bercow zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Der 46-Jährige setzte sich im dritten Wahlgang mit 322 zu 271 Stimmen durch. Bercow war als Favorit in die geheime Abstimmung gegangen. Insgesamt hatten sich zehn Abgeordnete um das Amt beworben.

Die Neubesetzung des Postens war nötig geworden, da Amtsinhaber Michael Martin im Zusammenhang mit der Spesenaffäre seinen Rücktritt erklärt hatte. Dem seit dem Jahr 2000 als "Speaker" amtierenden Martin wurde vorgeworfen, fällige Reformen im Spesensystem der Abgeordneten verschleppt zu haben. Er kam mit seiner Demission einem Misstrauensvotum zuvor. Martin war der erste Unterhauspräsident seit 1695, der zum Rücktritt gezwungen wurde.

(apa/red)

22.6.2009 22:42