Adorno-Preis geht an Alexander Kluge: Jury
würdigt den herausragenden Schriftsteller
- "Meister der Grenzgänge in verschiedenen Genres"
- Begehrter Literatur-Preis ist mit 50.000 Euro dotiert

Der Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge erhält den mit 50.000 Euro dotierten Adorno-Preis 2009 der Stadt Frankfurt. Die Jury würdigte den 1932 in Halberstadt geborenen Kluge als einen "herausragenden Schriftsteller, Filmemacher und Theoretiker der Gegenwart". Kluge habe sich immer zur Kritischen Theorie der Frankfurter Schule bekannt und sei ein "Meister der Grenzgänge in verschiedenen Genres".
Der promovierte Jurist Kluge galt in den 60er Jahren als wichtiger Repräsentant des Neuen Deutschen Films. 1973 hatte er eine Honorarprofessur an der Frankfurter Universität. 2007 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Die Stadt Frankfurt verleiht den Theodor-W.-Adorno-Preis seit 1977 alle drei Jahre an Adornos Geburtstag. Geehrt werden damit herausragende Leistungen in Philosophie, Musik, Theater und Film. Bisherige Preisträger waren unter anderen Norbert Elias, Jürgen Habermas und zuletzt im Jahr 2006 der Philosoph Albrecht Wellmer.
(apa/red)
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