Postbedienstete bei Justizgewerkschaft:
"Engagierte Postler bringen wir unter"
- Auch Richter & Staatsanwälte fordern mehr Personal
- Gewerkschaftschef: "Grundsätzlich hilft uns alles"

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Nach der Idee von Beamtenministerin Heinisch-Hosek, nicht benötigte Post- und Telekom-Beamte in die Polizei umzuschichten, will auch die Justizgewerkschaft den Bedarf an nicht-richterlichem Personal auf diese Weise decken. "Grundsätzlich hilft uns alles", sagte Gerhard Scheucher, Vorsitzender der Justizgewerkschaft. "Engagierte Postler bringen wir bei uns unter", meinte er.
Justizministerin Bandion-Ortner hatte am Donnerstag angesichts der Pläne der Beamtenministerin selbst nach mehr Personal verlangt. Laut Scheucher gibt es allein beim nicht-richterlichen Personal einen Bedarf von über 500 Posten. "Allein über 130 zusätzliche Rechtspfleger bräuchten wir", so Scheucher. In den vergangenen sechs Jahren seien über 600 Stellen eingespart worden, bis 2013 soll es einen weiteren Abbau von 169 Posten geben.
Der Idee, nicht benötigte Beamte der Post und Telekom einzusetzen, steht der Gewerkschafter "positiv gegenüber", denn "grundsätzlich hilft uns alles". Natürlich müsste das neue Personal entsprechend eingeschult werden, doch "engagierte Postler bringen wir bei uns unter". Ein ähnliches Projekt vor einigen Jahren habe sich allerdings als "Flop" erwiesen, erzählt Scheucher. Damals seien dem Ressort 200 nicht benötigte Eisenbahner versprochen worden, 13 seien eingeschult worden und lediglich zwei bis drei geblieben.
Hilfe für Richter
Auch die Bundesvertretung Richter und Staatsanwälte erneuerte angesichts der Debatte um den Stellenplan für den Bundesdienst ihre Forderung nach mehr Personal. Aufgrund des "eklatanten Personalmangels" stehe die Justiz "vor dem Kollaps", hieß es.
(apa/red)
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