Freitag, 26. Juni 2009

Matura-Reform ist nun endlich ausgereift: Schriftliche wird künftig zentral vorgegeben

  • Schulschwerpunkt bei Teilprüfung berücksichtigt
  • Schmied-Entwurf wurde nur minimal abgeändert

Mit minimalen Änderungen soll der Entwurf von SPÖ-Unterrichtsministerin Schmied für die standardisierte Matura den Ministerrat passieren. Neu ist, dass bei den standardisierten schriftlichen Klausuren die Fächer Deutsch, Mathematik und die erste lebende Fremdsprache verpflichtend sind und bei mindestens einer der drei Säulen der Schulschwerpunkt berücksichtigt werden muss.

Mit seiner Forderung, nur einen gewissen Teil der schriftlichen Prüfung zentral vorzugeben, konnte sich ÖVP-Bildungssprecher Amon nicht durchsetzen. Allerdings soll es bei der schriftlichen Matura in Mathematik je nach Schultyp differenzierte Fragestellungen geben.

Die neue Matura soll aus drei voneinander unabhängigen Modulen bestehen: Einer "vorwissenschaftlichen Arbeit", schriftlichen Klausuren mit zentral vorgegebenen Fragen, die vom jeweiligen Lehrer nach einem ebenfalls zentral vorgegebenen Lösungsschlüssel korrigiert werden, und den mündlichen Prüfungen mit Fragen zu Themen, die von den Lehrern der Schule im Vorfeld fixiert werden. Die erste neue Matura wird an den AHS im Frühjahr 2014 stattfinden, 2015 an den berufsbildenden höheren Schulen.

"Harter Kern" der Reform
Schmied bezeichnete die standardisierten, zentral vorgegebenen Klausuren als den "harten Kern", von der sie sich "mehr Qualität, mehr Vergleichbarkeit und vor allem Fairness" und einen Wandel in der Lehr- und Lernkultur erwartet. Die Mehrheit der Österreicher scheint die neue Matura zu befürworten.

Als "ersten Schritt in die richtige Richtung" bezeichneten sowohl die Grünen wie auch die BZÖ den Schmied-Entwurf. Abwartend, aber nicht strikt ablehnend haben die Lehrer-Vertreter von AHS und berufsbildenden höheren Schulen reagiert.

(apa/red)

26.6.2009 15:06
Rasso, 25. 06. '09 20:57
Ich kann die Frau nimma sehen
wenns ihre Hand so hebt und so wichtig dreinschaut