Donnerstag, 25. Juni 2009

Doch nur ein schlechter Scherz: Falscher
Bombenalarm im Wiener Bahnhof Floridsdorf

  • Polizei: Bei Durchsuchung kein Sprengstoff gefunden
  • Mann wählte Polizei-Notruf von Telefonzelle aus

Eine Bombendrohung für den Wiener Bahnhof Floridsdorf dürfte ein dummer Scherz gewesen sein: Ein männlicher Anrufer behauptete am Polizei-Notruf, dass es im Bereich des Franz-Jonas-Platzes Bomben gebe, berichtete ein Polizeisprecher. Das Bahnhofsgebäude wurde daraufhin geräumt und der Betrieb von U- und Schnellbahn sowie den ÖBB-Zügen eingestellt. Die Durchsuchung des Gebäudes blieb aber ergebnislos.

Der Anruf aus einer Telefonzelle ging um 8.21 Uhr bei der Exekutive ein, der Bereich wurde daraufhin evakuiert. Sprengstoff-Spürhunde sowie -kundige Organe der Wiener Polizei und des Innenministeriums suchten nach Sprengstoff: "Die Hunde haben nicht angeschlagen, es wurde auch sonst nichts Auffälliges gefunden", sagte der Sprecher. Rund eine Stunde später wurde deshalb der Betrieb wieder aufgenommen.

Nun wird versucht, jenen Anrufer zu eruieren, der die Drohung per Notruf abgesetzt hat: Es könnte sich um einen Inländer handeln, die männliche Stimme am Telefon habe "höchstwahrscheinlich mit österreichischem Akzent" gesprochen, sagte der Beamte. Vorerst war noch nicht bekannt, aus welcher Telefonzelle der Mann die Exekutive angerufen hatte; das lasse sich aber klären.

Seitens der ÖBB hieß es lediglich, die Drohung habe nicht direkt den Bahnhof betroffen - man habe nur den Auftrag zur Sperrung von der Polizei erhalten und "daran halten wir uns".
(apa/red)

25.6.2009 10:11