Österreichs Parteien kosten uns 300 Mio. :
Steuerzahler wird jährlich zur Kasse gebeten
- ÖVP ist Einnahmekaiser unter Österreichs Parteien
- NEWS: Experte Sickinger fordert eine Systemreform
"Sicher eine der teuersten Demokratien weltweit"

·ÖVP schickt Ernst Strasser nach Brüssel
Fast einstimmig zum EU-
Delegationsleiter gewählt
·Umfrage: Politik in Österreich unten durch
Dafür lieben Österreicher ihr eigenes Land sehr!
Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe vom Anfang Juli erscheinenden Buch "Politikfinanzierung in Österreich" des renommierten Parteienforschers Hubert Sickinger.
Sickinger belegt präzise, dass Österreichs Parteien dem Steuerzahler im Jahr 2009 zumindest 300 Millionen Euro kosten, erklärt wie intransparent die heimische Gesetzgebung dazu ist, deckt auf, wie Parteispenden, die geeignet sind, massiven politischen Einfluss sicherzustellen, anonym und straffrei abgewickelt werden können.
Einnahmenkaiser ist derzeit die ÖVP mit 114 Millionen Euro pro Jahr, dicht gefolgt von der SPÖ mit 109 Millionen Euro. Die FPÖ kommt auf 32 Millionen Euro, die Grünen auf 25 Millionen Euro. Das BZÖ, das stark von der kürzlich beschlossenen drastischen Erhöhung der Parteienförderung in Kärnten profitiert, kommt auf 14 Millionen Euro im Jahr 2009.
Sickinger fordert Reform
Im NEWS- Interview fordert Sickinger eine Reform des österreichischen Politikfinanzierungssystems, sollte dies nicht geschehen, dann "bleibt der Großteil der politischen Korruption in Österreich weiter straffrei. Das jetzige System bedeutet eine Aufforderung an Lobbyisten, Parteien zu finanzieren, um Interessen durchzusetzen." Viele Spender würden "hintern den Kulissen Einfluss nehmen.
Österreich werde, so Sickinger, "für seine mangelnden Antikorruptionsregelungen international auch sehr kritisch bewertet." Österreich sei zudem "sicher eine der teuersten Demokratien weltweit."
Trotzdem würden die entsprechenden Regeln erst "auf dem Stand der frühen 80er Jahre" sein. "Die Parteien weigern sich, strengere Gesetze zu beschließen, weil sie sich nicht in die Kassa schauen lassen wollen."
Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen NEWS 26/09!
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