Achtung, Flüchtlingslager zu "gewinnen":
"Preisausschreiben" für Erstaufnahmestelle
- Fekter wirbt bei Gemeinden für neues Asyl-Zentrum
- Burgenland, Steiermark & Kärnten dürfen teilnehmen

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für Balkan-Flüchtlinge
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Das Innenministerium startet eine Art Preisausschreiben. Der Haupttreffer: Ein Flüchtlingslager, genannt Erstaufnahmestelle Süd. Dass die Errichtung solch eines Zentrums für rund 250 Asylwerber für viele Gemeinden ein Gewinn wäre, versuchte Innenministerin Fekter anhand von Zahlenmaterial darzustellen. 130 ständige Arbeitsplätze würden entstehen, die Wertschöpfung läge bei fünf Millionen Euro.
Diesen Preis kassieren können lediglich Gemeinden im Burgenland, der Steiermark oder in Kärnten. Nur sie werden vom Innenministerium angeschrieben, ob sie sich nicht bis September für die Errichtung des dritten Erstaufnahmezentrums bewerben wollen. Denn Fekter legt auf eine ausgewogene Verteilung der Flüchtlinge Wert, und Nieder-und Oberösterreich seien mit Traiskirchen und Thalham bereits ausgelastet. Dass nun der Süden dran ist, begründete die Ministerin mit den Wanderungsströmen aus dem Süden Europas.
Dass sich keine Gemeinde finden könnte, die das Erstaufnahmezentrum will, kann sich die Ressortchefin nicht vorstellen. Es habe ja bereits Interessenten gegeben. Warum diese nicht genommen wurden, begründete Fekter vage mit Überlegungen, nur den optimalen und möglichst kostengünstigen Standort auszuwählen. Auf die Frage, wie viele bzw. welche Gemeinden sich um das Flüchtlingslager beworben haben sollen, blieb die Ministerin eine Antwort schuldig.
20-seitiger Werbefolder
Beworben wird die Erstaufnahmestelle mit einem knapp 20-seitigen Folder mit bunten Bildern, wo das Innenministerium etwa versichert, dass Asylwerber-Kinder nur dann in die Klassen integriert werden, wenn sie über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen oder, dass die Polizei in und um das Zentrum für Sicherheit und Ordnung sorgen wird.
Ende der Bewerbungsfrist ist im September. Eröffnet werden soll das Erstaufnahmezentrum dann 2011.
(apa/red)
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