Dienstag, 23. Juni 2009

Voves drängt auf Vermögenssteuer:
"Wichtiges Zeichen für Kernwählerschaft"

  • Steirische SPÖ beschloss weitreichende Vorschläge
  • Resolution wird in Steuer-Arbeitsgruppe eingebracht

Trotz ablehnender Haltung der Bundespartei hat sich der steirische SPÖ-Landesvorsitzende Landeshauptmann Voves vom eigenen Vorstand einen Beschluss für "mehr Steuergerechtigkeit" geholt. Einstimmig wurden in einer Resolution "weitreichende Maßnahmen zur Besteuerung von Vermögen" vorgeschlagen. Das Papier beinhaltet u.a. auch eine Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer.

"Der Beschluss ist ein deutliches und wichtiges Zeichen für unsere Kernwählerschaft", erklärte Voves nach der Sitzung. Als Landesorganisation setze man damit ein "klares Signal, dass wir auf der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen". Das Steuersystem habe erwiesenermaßen eine Schieflage, daher ist es wichtig, den Faktor Arbeit zu entlasten und den Faktor Vermögen stärker zu belasten. Dabei gehe es auf keinen Fall um Häuslbauer, so Voves.

Resolution wird in Steuer-Arbeitsgruppe eingebracht
Das steirische Papier stellt einer Tarifreform, die u.a. eine Reduzierung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent und ein Mehr an Steuersätzen vorsieht, eine Reform der vermögensbezogenen Steuern, das "Andenken" einer progressiven Vermögenssteuer für Privatpersonen sowie eine Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer nach dem Modell eines AK-Vorschlages gegenüber. Bei der Gewinnbesteuerung sollen effektiv 25 Prozent erreicht werden und "Schlupflöcher" wie Gruppenbesteuerung etc. geschlossen werden.

Die Resolution wird nun in die Steuer-Arbeitsgruppe der Bundes-SPÖ eingebracht. Im Herbst soll schließlich der Bundesparteivorstand über die Vorschläge und deren - schrittweise - Umsetzung entscheiden.

(apa/red)

23.6.2009 08:59