Versöhnungsmesse in Linz lockte rund 400
Gläubige an: Nur Wagner und Friedl fehlten
- Galionsfiguren des konservativen und liberalen Lagers
- Bischof Schwarz: "Einheit der Diözese" ist wichtig

·Zölibat: Verwirrung um die "Causa Friedl"
Gab es schon Gespräche mit Bischof Schwarz?
Rund 400 Gläubige sind in den Linzer Mariendom zu einem Versöhnungsgottesdienst gekommen, der einen Schlussstrich unter die Querelen der vergangenen Monate ziehen soll. Diözesanbischof Ludwig Schwarz betonte die Notwendigkeit der Einheit. Die Galionsfiguren des konservativen und des liberalen Flügels, der verhinderte Weihbischof Wagner und der Ungenacher Pfarrer Friedl, fehlten jedoch.
"Die Einheit der Diözese ist mir nach den Geschehnissen der Wintermonate ein Herzensanliegen" begrüßte Schwarz, der gemeinsam mit den diözesanen Räten zu dem Gottesdienst geladen hatte, die Gläubigen. Nach der Ernennung eines Weihbischofs - der Ernannte, Wagner, war nach Protesten noch vor der Weihe von seinem Amt zurückgetreten - sei es in Linz zu "Spannungen und Polarisierungen" gekommen, "Risse in der Diözese" seien aufgetreten, so Schwarz.
Wagner und Friedl nicht anwesend
Wagner selbst war nicht anwesend. Er sei über die Verwendung einer modernen Monstranz mit einem Fladenbrot als Leib Christi bei eine Linzer Fronleichnamsprozession empört, ließ er als Begründung wissen. Auch der Ungenacher Pfarrer Friedl, der mit seinem Bekenntnis, er habe seit Jahren eine Beziehung zu einer Frau, eine Zölibatsdebatte entfacht hatte, war nicht anwesend.
Es herrschte weiter Verwirrung um Friedl. Zuvor hatte der Pfarrer erklärt, dass er ein Gespräch mit Bischof Ludwig Schwarz wünsche, nachdem bekanntwurde, dass sein Fall Gegenstand eines Gesprächs der österreichischen Bischöfe mit Papst Benedikt XVI. in Rom war. Dieses Gespräch soll laut Diözese erfolgt sein. Friedl dementierte dies: "Es kann sein, dass er versucht hat, mich anzurufen, das weiß ich allerdings nicht." (apa/red)
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