Montag, 22. Juni 2009

Versöhnungsmesse in Linz lockte rund 400
Gläubige an: Nur Wagner und Friedl fehlten

  • Galionsfiguren des konservativen und liberalen Lagers
  • Bischof Schwarz: "Einheit der Diözese" ist wichtig

Rund 400 Gläubige sind in den Linzer Mariendom zu einem Versöhnungsgottesdienst gekommen, der einen Schlussstrich unter die Querelen der vergangenen Monate ziehen soll. Diözesanbischof Ludwig Schwarz betonte die Notwendigkeit der Einheit. Die Galionsfiguren des konservativen und des liberalen Flügels, der verhinderte Weihbischof Wagner und der Ungenacher Pfarrer Friedl, fehlten jedoch.

"Die Einheit der Diözese ist mir nach den Geschehnissen der Wintermonate ein Herzensanliegen" begrüßte Schwarz, der gemeinsam mit den diözesanen Räten zu dem Gottesdienst geladen hatte, die Gläubigen. Nach der Ernennung eines Weihbischofs - der Ernannte, Wagner, war nach Protesten noch vor der Weihe von seinem Amt zurückgetreten - sei es in Linz zu "Spannungen und Polarisierungen" gekommen, "Risse in der Diözese" seien aufgetreten, so Schwarz.

Wagner und Friedl nicht anwesend
Wagner selbst war nicht anwesend. Er sei über die Verwendung einer modernen Monstranz mit einem Fladenbrot als Leib Christi bei eine Linzer Fronleichnamsprozession empört, ließ er als Begründung wissen. Auch der Ungenacher Pfarrer Friedl, der mit seinem Bekenntnis, er habe seit Jahren eine Beziehung zu einer Frau, eine Zölibatsdebatte entfacht hatte, war nicht anwesend.

Es herrschte weiter Verwirrung um Friedl. Zuvor hatte der Pfarrer erklärt, dass er ein Gespräch mit Bischof Ludwig Schwarz wünsche, nachdem bekanntwurde, dass sein Fall Gegenstand eines Gesprächs der österreichischen Bischöfe mit Papst Benedikt XVI. in Rom war. Dieses Gespräch soll laut Diözese erfolgt sein. Friedl dementierte dies: "Es kann sein, dass er versucht hat, mich anzurufen, das weiß ich allerdings nicht." (apa/red)

22.6.2009 10:23
Sensor, 22. 06. '09 16:58
Was stimmt jetzt?
1. Man kennt sich nicht mehr aus:
Der Bischof sprach von einem Brief Pfarrer Friedls und einem Gespräch zischen Friedl und ihm. Pfarrer Friedl weiß aber nichts davon.
Hat mindestens einer von beiden Alzheimer?
2. Zum Zölibat:
1000 Jahre lang kam die kath. Kirche ohne Zölibat aus. Dann führte man diese unglücklich machende (sinnlose) Bestimmung ein. Man soll es jedem Priesterkandidaten freistellen, in welcher Form er leben will. Es scheint, dass die alten Männer im Vatikan einfach nichts dazu lernen.
Sie bestellen ohne Gespür Bischöfe, die nicht ankommen oder ungeeignet sind, treten von einem Fettnäpchen ins andere, statt selber zurückzutreten und die Arbeit Leuten zu überlassen, die das besser können. In einem gesunden Unternehmen würde man bei derartigen Fehlentscheidungen gefeuert
sidestep, 23. 06. '09 07:27
Re: Was stimmt jetzt?
Zu 1.) Man kennt sich nicht aus:
Friedl lügt nicht das Erstemal (siehe seine Beziehung die er erst nach X-Jahren öffentlich machte). Daher ist für mich klar, wer hier die Unwahrheit sagt. Münchausen ist angeblich Friedls Onkel - hört man jedenfalls!

Zu 2. Zum Zölibat:

Jeder der Priester in der kath. Kirche wird weiß, dass er beziehungsfrei - also den Bestimmungen des Zölibats folgend - leben muss. Er hat sich also ohnehin freiwillig diesem Zölibat unterworfen. Warum also die Frage nach der Freiwilligkeit?
Vasant, 22. 06. '09 11:21
Kirche ist nicht heilig!
Diese ganze Zölibatsdebatte ist hirnlos! Ein Mensch ist ein
Mensch und hat Gefühle, wenn man diese unterdrücken
muss, dann kann das Folgen wie in Irland haben, wo die
Pfaffen dann auszucken und sich vielleicht anderwertig
"befriedigen". Mir ist ein glücklicher Pfarrer lieber, als
irgendein Perverser, der sich dann an Ministranten
vergreift! So viel zum Zölibat!

Und wenn die Kirche im Jahr 2009 noch immer nicht reif
ist und mit der Zeit geht, dann werden noch viel mehr
austreten, wie bei der SPÖ! Wer aus seinen Fehlern nicht
lernt, der bestraft sich letztendlich nur selbst und darf
sich dann nicht wundern.


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