"Fehlerloser Start" in Cape Canaveral: NASA startet erste Mondmission seit elf Jahren
- Sonden ebnen den Weg zur Rückkehr der Menschen
- Am Erdtrabanten soll eine Raumstation entstehen
Die USA haben zwei unbemannte Sonden zum Mond geschickt. Mit der Mission 40 Jahre nach der ersten bemannten Landung soll auch eine mögliche Rückkehr von Menschen auf den Mond vorbereitet werden. Eine Sonde soll um den Mond herumfliegen und eine Karte erstellen, die andere nach einigen Umrundungen auf dem Mond einschlagen. Der Orbiter und die Einschlag-Sonde hoben an Bord einer Rakete von Cape Canaveral (Florida) aus ab. Die NASA sprach von einem "fehlerlosen Start".
Der Erkundungssatellit "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) soll nach seiner viertägigen Reise ein Jahr lang den Mond umkreisen, um exakte Landkarten von der Oberfläche zu produzieren. Ziel ist es unter anderem, geeignete Landeplätze für ein bemanntes Raumfahrzeug aufzuzeigen. Der Krater- und Tastsatellit "Lunar Crater Observation and Sensing Satellite" (LCROSS) soll herausfinden, ob es in den lichtlosen Kratern an den kalten Mondpolen Wassereis gibt. Dazu werden der Satellit und kurz vor ihm die verbrauchte obere Stufe der "Atlas"-Startrakete im Oktober gezielt auf die Mondoberfläche abstürzen. Nach Angaben der NASA trennte sich der Erkundungssatellit LRO etwa 45 Minuten nach dem Start erfolgreich vom Kratersatellit LCROSS.
Astronomen sind von der Entsendung des Roboter-Tandems zum Mond begeistert, denn das Projekt verspricht eine vielfältige Ausbeute. So könnten - neben der dreidimensionalen Landkarte - alte Geheimnisse um frühere Mondmissionen gelüftet werden. Wo ist der erste sowjetische Mondrover "Lunochod" geblieben, der seinerzeit nach einer 322-tägigen Reise so plötzlich verstummte, dass das Kontrollteam auf der Erde seine exakten Koordinaten nicht mehr herausfinden konnte?
40. Jubiläum steht an
Die erste bemannte Mondlandung jährt sich am 21. Juli (MEZ) zum 40. Mal. Zuletzt hatten Amerikaner 1972 den Mond betreten. Danach hatte das Interesse der NASA deutlich nachgelassen.
Nach den Plänen des früheren Präsidenten George W. Bush sollen 2020 erstmals wieder Menschen den Mond betreten. Ziel ist demnach der Bau einer Station, die als eine Art Sprungbrett für eine erste bemannte Marsmission im Jahr 2037 dienen soll. Bush-Nachfolger Barack Obama lässt zurzeit aber alle bemannten laufenden und geplanten NASA-Missionen auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis überprüfen, vom Engagement für die ISS bis hin zum Mond-Mars-Programm.
(apa/red)
Bilderberg-Treffen07:04
Faymann bei GeheimtreffKanzler nimmt erneut an Konferenz der Welt-Elite aus Finanz und Politik teil
Sexy Kicker07:23
Woki mit deim PopoDen EM-Titel gibt's erst am 1. Juli. Die Wahl des heißesten Stars der EM gibt's schon jetzt
Fürst Albert & Charlene07:05
Ehe unter DruckGanz Monaco wartet auf einen Thronfolger: Ein Paar im Focus der Öffentlichkeit

