Post aus der Heimat für smarten Sanierer:
Georg Pölzl gibt für die Post Spitzenjob auf
- NEWS über den Top-Manager und Familienmenschen
- Steirer nimmt einen massiven Gehaltsverlust in Kauf

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·Post aus der Heimat
für smarten Sanierer
NEWS: Georg Pölzl gibt
für die Post Top-Job auf
Richtig glücklich war er zuletzt nicht mehr, sagen Freunde. Als Georg Pölzl 2007 T-Mobile Austria verließ und zur Konzernmutter nach Deutschland wechselte, war von einer Vier-Tage-Woche die Rede. Die übrige Zeit sollte bedingungslos der Familie vorbehalten bleiben. Doch dann stieg Pölzl zum T-Mobile-Chef auf und stand vor der Wahl: Weitermachen oder in die Heimat zurückkehren? Seit Montag dieser Woche steht nun fest: Der gebürtige Steirer lässt einen internationalen Top-Job samt kolportierten 1,5 Millionen Euro Jahresgehalt sausen, um künftig die heimische Post zu sanieren. Dort erwartet ihn nicht nur ein gewaltiger Gegenwind der Gewerkschaft, sondern auch die vergleichsweise bescheidene Gage von 600.000 Euro.
Der finanzielle Anreiz war es also wohl kaum, der für das Comeback des einstigen max.mobil-Miterfinders ausschlaggebend war. Freunde bescheinigen der Familie Pölzl eine ungemein enge Bindung. "Die überraschende Rückkehr erfolgte sicher auch der Familie wegen", sagt die ehemalige T-Mobile-Pressesprecherin Manuela Bruck.
Der Postjob kommt für den 52-Jährigen aber nicht nur zum privat richtigen Zeitpunkt, er beinhaltet auch alle beruflichen Herausforderungen, die Pölzl liegen. In seine Amtszeit, die am 1. Oktober 2009 beginnt und vorerst auf fünf Jahre fixiert wurde, fällt nämlich die völlige Liberalisierung des Postmarktes. Sie tritt 2011 in Kraft und erfordert enorme Effizienzsteigerungen und Einsparungen - bei den Mitarbeitern und den Filialen. "Hier ist der Wettbewerbsmensch Pölzl sicher der Richtige", ist die Exmitarbeiterin Bruck überzeugt. Tatsächlich hat sich Pölzl seinen Ruf als Sanierer und Sparmeister bei T-Mobile hart erarbeitet.
Sanierer vom Dienst
Nach der Übernahme von tele.ring durch T-Mobile Austria musste Pölzl 300 Jobs abbauen und die Synergien der beiden Exkontrahenten in kürzester Zeit zusammenführen und optimieren. Das gelang ihm derart beeindruckend, dass die Konzernmutter den Steirer nach Deutschland rief, um ein hoch komplexes Effizienzprogramm umzusetzen. Mit dem Resultat: Pölzl sicherte der Deutschen Telekom in weniger als zwei Jahren ein Einsparungspotenzial von satten drei Milliarden Euro.
Wenig überraschend, dass sich der Manager damit nicht nur Freunde gemacht hat und seine Bestellung auch von den vier Arbeitnehmervertretern im Post-Aufsichtsrat vorneweg abgelehnt wurde.
Doch es gibt auch einige hochkarätige Freunde, auf die sich der Kunstsammler und Hobbysurfer im Zuge seiner Österreich-Rückkehr verlassen wird können.
Lesen Sie mehr über das steirische Netzwerk des Georg Pölzl im NEWS 24/09!
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