Beim Währungsfonds kehrt Optimismus ein:
Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet
- IWF-Vizechef Lipsky warnt aber vor großer Euphorie
- Industrieländer sollen bis '10 Konjunktur stimulieren

·Auch Banken können ihre Schulden tilgen
US-Institute zahlen 68 Mrd. $ an US-Regierung
·EU einigt sich über
Finanzmarktaufsicht
Großbritannien hat sich
am Gipfel durchgesetzt
Die Weltwirtschaft wird sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im kommenden Jahr stärker erholen als bisher angenommen. Vizechef John Lipsky warnte aber vor allzu großer Euphorie: "Auch wenn die jüngsten Daten auf eine Verlangsamung des weltweiten Abschwungs hinweisen, gibt es noch eine große Unsicherheit über Zeitpunkt und Tempo der wirtschaftlichen Erholung."
In den Industriestaaten sei nur eine schrittweise Belebung zu erwarten. Die aufstrebenden Schwellenländer könnten nicht an das starke Wachstum vergangener Jahre anknüpfen. Deshalb müsse mit steigender Arbeitslosigkeit gerechnet werden.
Die Industrieländer forderte Lipsky auf, die Konjunktur zumindest bis Mitte 2010 mit zusätzlichen Ausgaben zu stimulieren. Gleichzeitig müssten die Banken von Schrottanlagen befreit werden, damit sie ihre Kreditvergabe wieder ausweiten könnten.
Der Fonds werde seine Wachstumsprognose im Juli leicht anheben, sagte Lipsky. Bisher sagt der IWF ein Plus von 1,9 Prozent voraus. Für heuer erwartet er ein Minus von 1,3 Prozent - das wäre der stärkste Konjunktureinbruch seit Ende des Zweiten Weltkriegs.
(apa/red)
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