Milchkühe kennen keine Kurzarbeit: Bauern
machen auf ihre brisante Lage aufmerksam
- Oberster Bauernvertreter: "Ein Stall ist keine Fabrik"
- EU-Politiker sollen der Milchwirtschaft Beistand leisten

·EU-Kommission hat
Herz für Milchbauern
Maßnahmen zur Stützung
der Milchbranche ergriffen
·"Der Milchmarkt muss freier werden"
Kammer-Chef fordert Reformen bei Molkereien
"Eine Milchkuh ist keine Maschine und ein Stall keine Fabrik. Man kann eine Kuh auch nicht auf Kurzarbeit umprogrammieren". Diese Worte sprechen für sich. Damit versucht der oberste Vertreter der Milchbauern, Josef Moosbrugger, auf den verheerenden Preisverfall bei Milchprodukten aufmerksam zu machen. Um die Existenz der österreichischen Milchbauern nicht aufs Spiel zu setzen, wird nun der Beistand der Europäischen Union gesucht.
Die Landwirtschaft sei kein Wirtschaftszweig wie jeder andere, daher könne sie auch nicht wie jeder andere behandelt werden, so der Vorsitzende des Milchausschusses der LKÖ weiter. Schließlich gehe es um die Grundversorgung der Bevölkerung.
Die EU-Politiker seien daher gefordert, sowohl kurz- als auch mittelfristige Maßnahmen zur Entlastung des Milchmarktes zu setzen. Konkret fordern die Milchbauern eine Fortsetzung der Intervention und der Exportförderung für Milch und Milchprodukte sowie Anreize für die Industrie, statt pflanzlichen Ersatzprodukten - Stichwort "Analogkäse" - wieder Milchprodukte in ihre Rezepturen einzubauen.
Denn nicht die steigende Anlieferung von Milch, sondern der eingebrochene Absatz habe diese seit Jahren größte Krise für die Milchwirtschaft ausgelöst, ist Moosbrugger sicher. Die Industrie habe im Vorjahr wegen der hohen Milchpreise zunehmend auf pflanzliche Produkte umgestellt. So seien in Österreich etwa 10.000 Tonnen Analog- oder Kunstkäse auf dem Markt, der vor allem in Fertigprodukten zum Einsatz kommt. In Deutschland ist es etwa die zehnfache Menge. Auch in der Speiseeisproduktion werde Milch immer mehr durch Pflanzenöl ersetzt.
(apa/red)
Bilderberg-Treffen07:04
Faymann bei GeheimtreffKanzler nimmt erneut an Konferenz der Welt-Elite aus Finanz und Politik teil
Sexy Kicker07:23
Woki mit deim PopoDen EM-Titel gibt's erst am 1. Juli. Die Wahl des heißesten Stars der EM gibt's schon jetzt
Fürst Albert & Charlene07:05
Ehe unter DruckGanz Monaco wartet auf einen Thronfolger: Ein Paar im Focus der Öffentlichkeit

