Russisches Roulette für Autobauer Opel?
Allianz mit Lada-Hersteller Avtovaz möglich
- Neues Zentrum zur Autoproduktion könnte entstehen
- Putin sieht Einstieg bei Opel als Industrieförderung

·GM erhöht neuerlich Druck auf Magna
Bei Opel-Übernahme gibt es keine Vereinbarung
·Magna bekommt bei Opel-Einstieg Hilfe
Russland & Kanada sagen
ihre Unterstützung zu
·Zuschlag für Magna
noch nicht gegessen?
Stronach-Konzern will
11.600 Opel-Jobs kürzen
·Ein Autoriese unter
italienischer Flagge
Chryslers Übernahme
durch Fiat ist beschlossen
·Weniger Eigenkapital für Opel-Übernahme
Magna und Sberbank bringen 100 Mio Euro auf
Die möglichen neuen Mehrheitseigner von Opel erwägen laut Moskauer Medien eine Allianz mit dem russischen Lada-Hersteller Avtovaz. Dadurch wollten der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna und Russlands größtes Geldinstitut Sberbank ein Zentrum zur Autoproduktion in Russland bilden.
Der neue Autoriese könnte in drei bis fünf Jahren jährlich etwa sechs Millionen Fahrzeuge bauen, wurde Sberbank-Chef German Gref in der Zeitung "Kommersant" zitiert. "Die Entscheidung werden wir in den nächsten Monaten treffen", kündigte Gref an.
Nach Einschätzung des Sberbank-Chefs ist Avtovaz nicht in der Lage, sich selbstständig zu entwickeln. Für den russischen Branchenprimus gebe es daher zwei Varianten: entweder die Verwaltung durch den französischen Renault-Konzern, der eine Sperrminorität an Avtovaz hält, oder eine Allianz mit Opel und Magna. In Russland gebe es daher künftig möglicherweise zwei konkurrierende Projekte zur Sanierung der angeschlagenen Autoindustrie, schrieb das Blatt weiter.
Russlands Regierungschef Wladimir Putin betrachtet die Übernahme von Opel-Anteilen durch Magna und Sberbank als "Teil der Strategie zur Förderung der Autoindustrie". Hingegen hatte Avtovaz-Chef Boris Aljoschin den Kauf der Anteile als "nicht zweckmäßig" bezeichnet.
(apa/red)
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