Für Gourmets gab es schon bessere Zeiten:
Lebensmittel bleiben laut UNO & OECD teuer
- Auch extreme Preisschwankungen sind vorstellbar
- Landwirtschaft steht die Krise aber relativ gut durch

·Österreicher leben im
Urlaub auf großem Fuß
Reisebörserl bleibt auch
in der Krise prall gefüllt
·Inflation am tiefsten Stand seit 10 Jahren
Vor allem durch Preis- verfall von Treibstoffen
Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise und niedriger Energiepreise bleiben nach Schätzungen der OECD und der Vereinten Nationen (UN) die Nahrungsmittelpreise hoch. Die Organisationen warnen, dass auch extreme Preisschwankungen wie etwa der massive Anstieg der Lebensmittelpreise im Jahr 2008 in Zukunft nicht ausgeschlossen seien.
Die Preise für Grundnahrungsmittel würden in den nächsten Jahren deutlich über dem Niveau der Jahre 1997 bis 2006 liegen, allerdings unter dem Rekordhoch 2008, hieß es in dem in Paris vorgestellten Agrarausblick 2009 der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der UN-Ernährungsorganisation FAO. Bis auf Rind- und Schweinefleisch werde alles durchschnittlich teurer bleiben als vor den Rekordpreisen.
Die Landwirtschaft stehe die weltweite Wirtschaftskrise besser als andere Bereiche durch, weil Nahrungsmittel zu den Grundbedürfnissen gehören, erklärten OECD und FAO. Die erwartete wirtschaftliche Erholung und die damit wieder steigende Nachfrage in den Industriestaaten könnten dann die Preise der Agrarrohstoffe wieder antreiben. Zu extremen Preisschwankungen werde es voraussichtlich kommen, da die Preise für Lebensmittel zuletzt stärker an die Kosten für Energie gebunden gewesen seien. Auch sei das Wetter unberechenbar.
Weltweit leiden eine Milliarde Menschen Hunger. Langfristig bestehe weniger die Gefahr, dass es nicht genug Nahrungsmittel gebe, sondern dass die Armen nicht ausreichend Zugang dazu hätten. Deshalb müsse die Armut verringert werden und die Wirtschaft wachsen - dazu könne in Entwicklungsländern die Landwirtschaft beitragen.
(apa/red)
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