Mittwoch, 17. Juni 2009

Turbulente Wochen für Austrian Airlines:
Neuer Rückgang der Fluggäste verzeichnet

  • Fluglinie beruft Sonderhauptversammlung für Juli ein
  • Bewilligung des Lufthansa-Deals lässt auf sich warten

Für die AUA wird es langsam eng. Im Mai verzeichnete die Fluglinie einen Rückgang der Fluggäste um 12,9 Prozent, auf die Bewilligung des Lufthansa-Einstiegs muss man weiter warten. Nun wird für den 14. Juli eine Sonderhauptversammlung einberufen. Dabei geht es um eine Kapitalerhöhung um bis zu 132,2 Mio. Euro durch Ausgabe von über 44 Millionen neuer Aktien und jede Menge Satzungsänderungen, die mit dem bevorstehenden Einstieg der Lufthansa zu tun haben.

Dabei wird ausdrücklich in die Satzung aufgenommen, dass die Marke "Austrian" beizubehalten und im Unternehmen zu verwenden ist. Außerdem wird in der AUA-Satzung festgehalten, dass "Sitz der Gesellschaft Wien" und die Hauptniederlassung am Flughafen Schwechat ist.

Auch wird die Zahl der Organe neu expliziert: Demnach besteht der Vorstand "aus zwei, drei oder vier Personen", der Aufsichtsrat aus mindestens drei, höchstens 12 Mitgliedern. Zudem hat der Aufsichtsrat "den Beirat in Angelegenheiten, die vom Privatisierungsauftrag der österreichischen Bundesregierung vom 12. August 2008 erfasst sind, vor Umsetzung oder Beschlussfassung zu konsultieren", wie es in der Einladung zur Sonder-HV heißt.

3,6 Millionen Passagiere weniger
In den ersten fünf Monaten 2009 sind nach AUA-Angaben mit insgesamt rund 3,6 Mio. Passagieren um 14,4 Prozent weniger Fluggäste befördert worden als im Vorjahr. Auch hier sei die Gesamtauslastung um 3,4 Prozentpunkte gesunken. Für den Vormonat April hatte die AUA einen Passagierrückgang um 12,7 Prozent gemeldet.

Im Monat Mai hat die AUA 855.200 Passagiere befördert. Das waren um 12,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Passagierladefaktor sei um 4,2 Prozentpunkte auf 70,8 Prozent abgesunken. Wie die AUA am Mittwoch ad hoc mitteilte, sei es u.a. durch rechtzeitige gezielte Rücknahme des Produktionsniveaus um 13,9 Prozent dennoch gelungen, einen größeren Rückgang des Ladefaktors zu verhindern.

Auf der Langstrecke gab es im Mai sogar einen Passagierrückgang um 26 Prozent. Da fiel ins Gewicht, dass das Flugangebot drastisch gekürzt wurde, etwa Routen wie Chicago oder Mumbai nicht mehr geflogen werden. Der Ladefaktor sank um 7,3 Prozentpunkte auf 73,5 Prozent. In den ersten fünf Monaten belief sich der Passagierrückgang auf der Langstrecke auf 23 Prozent, Passagierladefaktor: 76,1 Prozent (minus 4,7 Punkte).

EU-Entscheidung Anfang Juli
Anfang Juli wird das Grüne Licht der EU zur Übernahme der angeschlagenenen AUA durch die Deutschen erwartet. Insofern handelt es sich bei den Beschlüssen um Vorratsbeschlüsse. Die meisten Tageordnungspunkte stehen unter dem Vorbehalt, dass der Deal glatt durchgeht.
(apa/red)

17.6.2009 16:32
Vasant, 17. 06. '09 10:45
Wen wunderts?
Nachdem man unsere einzige Fluglinie so verschleudert
hat, wundern mich die Zahlen gar nicht. Also für mich ist
die AUA gestorben und dort würd ich NIE wieder buchen.

Und warum warten wir auf grünes Licht der EU? Die AUA
gehört ÖSTERREICH und nicht Brüssel. Wollens noch mehr
beim Preis drücken, nachdem Top Marketingleiter die
AUA so in den Boden gewirtschaftet haben? Sauerei!

Soll sich die EU doch um Sprudelwannenbetreibung,
Gurkenwinkel und sparsame Glühbirnen kümmern!

Meine Meinung!