Endgültiges Aus für Werk in Traiskirchen:
Continental schließt die Ex-Semperit-Fabrik
- Reifenhersteller streicht letzte verbliebene 195 Jobs
- Sozialplan und Arbeitsstiftung für die Betroffenen

Der deutsche Reifenkonzern Continental schließt die Reste des ehemaligen Semperit-Reifenwerks im niederösterreichischen Traiskirchen und wird per Jahresende 195 Beschäftigte in der Produktion von Reifen-Vormaterialien kündigen. Für die betroffenen Mitarbeiter stehen laut Mitteilung des Konzerns der seit 2002 noch bestehende Sozialplan bzw. die Arbeitsstiftung zur Verfügung.
Begründet wird der Schritt mit den Einbrüchen im Erstausrüstungs- und Ersatzgeschäft mit Pkw-Reifen. "Kurzarbeit würde uns nicht weiterhelfen, weil absehbar ist, dass wir die nächsten vier, fünf Jahre die Kapazität nicht brauchen", sagte Pkw-Reifen-Manager Bernhard Trilken am Dienstag in Wien. Bis Jahresende werde normal weiter gearbeitet, einen größeren Personalabbau werde es bis dahin nicht geben. Mit dem Jahreswechsel soll dann zugesperrt werden.
In Österreich verbleiben damit nur rund 100 Beschäftigte, die im Vertrieb und Kundendienst für Continental-Produkte eingesetzt sind. In der Alpenrepublik ist heute Semperit die noch immer meist verkaufte Marke von Continental. Bis 2010 soll ein Nachnutzungskonzept für die Industrie-Immobilie erstellt werden, sagten Trilken. Sozialfonds und Arbeitsstiftung, in denen zusätzliche Abfertigungen bzw. Weiterqualifikationen organisiert werden, sind laut Conti mit 14 Mio. Euro dotiert.
Der selbst mit der Krise ringende Continental-Konzern beschäftigt mit einem Umsatz von mehr als 24 Mrd. Euro weltweit 133.000 Mitarbeiter (Ende 2008). Der Zulieferkonzern war im vergangenen Jahr im Zug der Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe in die Schlagzeilen gerückt.
(apa/red)
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