Oberösterreich greift Motorradbauer unter die Arme: 33,6 Mio Euro Haftung für KTM
- KTM Power Sports musste 300 Mitarbeiter abbauen
- Produktionskapazität um 20 Prozent zurückgefahren

Das Land Oberösterreich greift dem krisengeschüttelten börsenotierten Motorradhersteller KTM Power Sports mit einer Haftung in Höhe von 33,6 Mio. Euro unter die Arme.
Das Unternehmen musste seine Produktionskapazitäten zuletzt um 20 Prozent zurückfahren. 300 Mitarbeiter wurden abgebaut, 733 bis August in Kurzarbeit geschickt.
Konstruktive Gespräche
KTM hat im Mai eine 90-Mio.-Euro-Anleihe zurückbezahlt. Dafür zur Hilfe genommen wurde eine langfristige, im Rahmen eines österreichischen Bankenkonsortiums syndizierte Finanzierung. Die Rückführung sei Teil eines strategischen Finanzierungskonzepts, das u.a. auch die Umschichtung von bisher kurzfristigen Liquiditätslinien in langfristige Kreditlinien vorsehe, teilte das Unternehmen damals mit. Man habe "sehr konstruktiv Möglichkeiten einer Unterstützung durch das Land Oberösterreich im Sinne einer nachhaltigen Arbeitsplatz- und Standortsicherung besprochen", so KTM-Chef Stefan Pierer.
Das Land OÖ hatte bereits Ende vergangenen Jahres für den börsenotierten oberösterreichischen Faserhersteller Lenzing eine Haftung in Höhe von 350 Mio. Euro übernommen.
(apa/red)
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