Millionenkredit für Ronaldo und Kaka:
Banken finanzieren Transfers Real Madrids
- Finanzspritze in Höhe von 150 Millionen Euro
- Spaniens Finanzministerin Salgado "überrascht"

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Real Madrid braucht sich um die sündteure Finanzierung der Superstars Cristiano Ronaldo und Kaka keine Sorgen mehr zu machen. Der spanische Rekordmeister erhielt von der Großbank Santander und von der Großsparkasse Caja Madrid einen Kredit von zusammen rund 150 Millionen Euro. Als Garantie sehen beide Geldinstitute demnach die Fernseh-Übertragungsrechte der Erstligaspiele, die den "Königlichen" in den kommenden sieben Jahren etwa 1,1 Milliarden Euro an Einnahmen sichern.
Für den Wechsel des Portugiesen Ronaldo vom englischen Meister Manchester United zu Real Madrid will der spanische Club die Rekordsumme von 80 Millionen Pfund (94,4 Mio. Euro) zahlen. Der Brasilianer Kaka, der bisher für den italienischen Spitzenclub AC Milan gespielt hat, kostet die Madrilenen 68 Millionen Euro.
Die spanische Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado zeigte sich angesichts des Kredits "überrascht", da die Banken wegen der Finanzkrise den Geldhahn weitgehend zugedreht haben. "Wenn die Geldinstitute für so etwas liquide sind, sollten sie auch kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privatleuten Geld leihen", meinte Salgado.
Parlament schaltet sich ein
Reals millionenschwere Spielereinkäufe beschäftigen unterdessen sogar das spanische Parlament. Die kleine katalanische Linkspartei ICV brachte einen Antrag ein, mit dem Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero zu einer europaweiten Initiative zur Begrenzung der Profi-Gehälter bewegt werden soll. Die Partei fordert zudem, die Regierung müsse dafür sorgen, dass die Fußball-Clubs zunächst ihre Steuerschulden begleichen, bevor sie Millionen für neue Spieler ausgeben.
Die Initiative hat angesichts der Mehrheitsverhältnisse zwar kaum Aussicht auf Erfolg. Mehrere Abgeordnete schlossen sich aber der Meinung an, dass die astronomischen Summen auch angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise gegen jegliche Ethik und Moral verstoßen. Allerdings seien Fußball-Vereine wie Privatunternehmen anzusehen, und es herrsche freie Marktwirtschaft. "Wenn ein Club mit einem 100 Millionen Euro schweren Neuzugang Selbstmord begehen will, ist das sein Problem, nicht das Problem der Spanier", meinte die konservative Abgeordnete Celia Villalobos.
(apa/red)
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