Montag, 22. Juni 2009

Salzburg startet gegen irische Böhmen:
Meister in der CL-Quali vs. Dubliner Champs

  • Gegner in 2. Runde steht fest - 1. Spiel in Salzburg
  • Stevens: "Müssen bestimmen, wie hoch Tempo ist"

Der Weg von Red Bull Salzburg in die anvisierte Gruppenphase der Champions League führt zunächst auf die Grüne Insel. Österreichs Meister bekommt es in der 2. Qualifikationsrunde mit den Bohemians Dublin zu tun. Der zehnfache irische Meister ist aktueller Double-Gewinner 2008. Das Hinspiel werden die Mozartstädter am 14./15. Juli zunächst in der heimischen Arena in Wals-Siezenheim austragen, am 21./22. Juli erfolgt das Rückspiel in der irischen Hauptstadt.

"Ich kenne den Verein noch nicht. Aber wir werden uns so schnell wie möglich erkundigen", meinte Salzburgs Neo-Coach Huub Stevens in einer ersten Reaktion. Man werde alle Kontakte nutzen und die Bohemians ehestmöglich beobachten lassen. Über Irlands Fußball wisse man, dass "ein sehr hohes Tempo gespielt wird". "Aber gegen Bohemians müssen wir bestimmen, wie hoch das Tempo ist", erklärte der Niederländer, der auch klipp und klar feststellte: "Die zweite Runde ist ein Muss, wenn wir in die Gruppenphase wollen."

Nicht ganz so glücklich war Stevens mit der Ansetzung. Dass die Retourpartie im Dalymount Park von Dublin über die Bühne geht, sei klar "ein Nachteil" für Salzburg. Mit dem Verein aus Dublin durften die in der 2. Runde gesetzt gewesenen "Bullen" im Angesicht von Gegnern aus Aserbaidschan, Kasachstan oder Armenien aber zumindest in einem Punkt aufatmen. "Gut ist, dass uns nicht so große Reisestrapazen erwarten. Da hätte es anders kommen können", erklärte Stevens.

Die 1890 gegründeten "Bohs" liegen nach 17 Runden der irischen Ganzjahresmeisterschaft derzeit an der Tabellenspitze. Seit 2007 wird der Verein vom 40-jährigen Iren Pat Fenlon gecoacht. Große europäische Ehren stehen für den Club aus Dublin nicht zu Buche, im Vorjahr scheiterten die Bohemians in der 2. Runde des UI-Cups am lettischen Vertreter FK Riga.

"Hundertprozentige Konzentration"
"Wir werden mit hundertprozentiger Konzentration an die beiden Spiele herangehen", meinte Alexander Zickler zur Ausgangslage. Tipps holen könnte sich der deutsche Stürmer auch von Ex-Salzburg-Coach Giovanni Trapattoni, der seit Juni des Vorjahres irischer Teamchef ist. "Ich habe seine Handynummer. Durchaus möglich, dass ich Trapattoni anrufe", meinte Zickler mit einem Schmunzeln.

Um die angepeilte Gruppenphase der europäischen Eliteliga zu erreichen, müssen die Salzburger insgesamt drei Qualifikationsrunden überstehen. Nach dem neuen Reglement bleiben den Salzburgern Kaliber wie Arsenal, Atletico Madrid, Stuttgart und Fiorentina erspart. Bei einem Aufstieg in die dritte Runde warten aber noch immer Teams wie Olympiakos Piräus, Partizan Belgrad, FC Kopenhagen oder Dinamo Zagreb auf die dann ungesetzten Salzburger.

(apa/red)

22.6.2009 14:51
astelate, 22. 06. '09 11:35
oje
für unsere liga sind das immer noch zu große brocken