Dienstag, 16. Juni 2009

Huub Stevens bat zum ersten Training: Nur sechs Salzburger Spieler folgten seinem Ruf

  • Neo-Trainer: "Die Meisterschaft ist das erstes Ziel"
  • Niederländer verlangt von seinen Kickern 120 Prozent

Unter großem Medien-Interesse, aber praktisch ohne Spieler hat der Niederländer Huub Stevens sein erstes Training als Coach von Salzburg geleitet. Gerade einmal sechs Profis fanden sich am Trainingsgelände in Taxham ein. Die sechs Teamkicker der "Bullen" befanden sich noch auf Urlaub, die restlichen Kader-Kräfte unterzogen sich in Thalgau Leistungs- und Bluttests. "Schade, dass nicht alle da sind. Aber wichtig ist, dass in Leogang ab 22. Juni alle zur Verfügung stehen", meinte Stevens.

Bei der ersten Bestandsaufnahme waren neben Neuzugang Christian Schwegler auch Heimkehrer Sasa Ilic, Barry Opdam, Ibrahim Sekagya, Christoph Leitgeb und Torhüter Heinz Arzberger erschienen. Das neue Trainerteam mit Stevens, den Co-Trainern Markus Schupp und Eddy Achterberg, Torhütercoach Herbert Ilsanker sowie dem Konditionstrainer Walter Gfrerer war fast ebenso groß.

Zweifel an den hochgesteckten Zielen des Titelträgers ließ Stevens erwartungsgemäß keine Aufkommen. "Wenn man zu Red Bull kommt, ist die Meisterschaft das erste Ziel. Das zweite Ziel ist, international dabei zu sein. Ich kenne meinen Auftrag und werde sehr hart arbeiten, um diese Ziele zu erreichen", erklärte der 55-jährige Nachfolger von Co Adriaanse. Außerdem sei es seine Aufgabe, "die Spieler besser zu machen".

Verlangt 120 Prozent
"Die Spieler müssen wissen, dass sie immer 120 Prozent geben müssen. Denn wir sind die Gejagten. Die Gegner sind eifersüchtig auf Red Bull und wollen immer gewinnen", umriss Stevens, der "im Grunde" offensiv spielen lassen will, die Ausgangslage. Ob er dabei auch seinem Ruf als harter Hund gerecht werden wolle? "Ich habe gerne Ordnung im und außerhalb des Platzes. Ich gehe mit jedem respektvoll um und hoffe, das auch zurückzubekommen."

Sportdirektor Heinz Hochhauser stärkte seinem Neo-Trainer, der bis Sommer 2011 unterschrieben hat, obligatorisch den Rücken. "Ich hoffe, dass Huub Stevens in den nächsten Jahren unser Trainer bleibt", meinte Hochhauser, der den Ball in punkto Saisonziele im Unterschied zu vergangenen Saisonen flach hielt. "Primär ist es die Meisterschaft, dann die Gruppenphase eines europäischen Bewerbes. Alles andere ist Träumerei."

(apa/red)

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16.6.2009 09:45