An Etappensieg knapp vorbei: Rohregger landet bei vierter Etappe am achten Platz
- Tour de Suisse: Tagessieg geht an Dänen Breschel
- Zufriedender Tiroler: "Extrem offensive Präsentation"

Der Tiroler Radprofi Thomas Rohregger hat einen Etappensieg bei der Tour de Suisse knapp verpasst. Auf der 4. Etappe von Biasca nach Stäfa attackierte der Milram-Fahrer aus einer neunköpfigen Spitzengruppe zwei Kilometer vor der Ziellinie, 200 Meter davor war Rohregger aber wieder gestellt. Der 26-Jährige erreichte schließlich den achten Platz.
Rohregger war mit seiner Leistung naturgemäß zufrieden, haderte aber auch ein wenig mit dem verpassten Etappensieg. "Natürlich ist es ewig schade, dass sich mein Ausreißer heute so knapp nicht bezahlt gemacht hat, aber ich konnte mich extrem offensiv präsentieren", meinte der Tiroler. "Es war sehr wichtig für mich, anzugreifen und mir Respekt zu verschaffen. Ich habe zeigen können, dass ich vorne mithalten kann."
Nun sei die Vorfreude auf die Heimetappe am Mittwoch noch größer. "Es geht so richtig in die Berge, ich fühle mich fit. Morgen könnte einiges drin sein."
Tagessieg an Dänen
Der Tagessieg ging an den Dänen Matti Breschel, der Slowene Tadej Valjavec übernahm als Dritter das Gelbe Trikot. Rohregger machte in der Gesamtwertung einen Riesensprung und verbesserte sich um gleich 37 Ränge mit 13 Sekunden Rückstand auf Valjavec auf den vierten Zwischenrang. Der bisherige Spitzenreiter Fabian Cancellara, der mit rund einer Minute Verspätung mit dem Hauptfeld in Stäfa ankam, fiel auf den sechsten Platz zurück.
Die Entscheidung fiel beim Anstieg zum Sankt Gotthard. Aus einer ursprünglich 26 Fahrer starken Ausreißergruppe setzen sich neun Profis ab, die den Tagessieg schließlich unter sich ausmachten. Rohregger suchte schließlich seine Chance und schien schon von der Uneinigkeit seiner Fluchtgefährten zu profitieren, im entscheidenden Spurt gingen dem Bergspezialisten aber die Kräfte aus. "Das war ein ganz starker Auftritt von Thomas Rohregger. Er ist im Finale noch einmal volles Risiko gegangen", lobte Milrams sportlicher Leiter Christian Henn seinen Schützling.
Die Tour vorzeitig beenden musste hingegen Rene Haselbacher vom Team Vorarlberg. Nach seinem Sturz auf der 3. Etappe stieg der Burgenländer am Dienstag vorzeitig vom Rad. Haselbacher verpasst damit auch den Abstecher nach Österreich am Mittwoch. Auf der Königsetappe (202 km) von Stäfa über den Arlberg zur Bergankunft nach Serfaus in Tirol könnte eine Vorentscheidung um den Gesamtsieg fallen.
(apa/red)
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