Blutiger Anschlag auf Moschee: Mehr als 60 Todesopfer bei Attentat im Norden des Irak
- 200 Menschen bei der Bombenexplosion verletzt
- Mehrere Häuser bei der Detonation völlig zerstört
Bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee im Irak sind 67 Menschen getötet worden, darunter zahlreiche Kinder. Nach Angaben der Polizei erlitten 200 Gläubige teils schwere Verletzungen, als ein mit Sprengstoff beladener Laster vor der Moschee nahe der Ölstadt Kirkuk explodierte. Durch die Wucht der Detonation seien etwa 30 Häuser eingestürzt.
Der Laster explodierte, als die Menschen die Moschee verließen. Im Krankenhaus von Kirkuk wurden blutüberströmte Zivilisten im Minutentakt eingeliefert. Es war der schlimmste Bombenangriff im Irak seit März 2008, als in Bagdad 68 Menschen getötet wurden. Die Gewalt im Irak ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Vereinzelt kommt es aber immer wieder zu Anschlägen von Aufständischen, darunter sunnitische Extremisten mit Verbindungen zu Al-Kaida.
Stundenlang suchten Rettungskräfte unter den Trümmern nach Opfern. Die US-Streitkräfte unterstützten die Suchaktion mit Generatoren für Scheinwerfer. Verzweifelte Frauen baten die Helfer, selbst nach ihren vermissten Angehörigen suchen zu dürfen. Krankenwagen brachten die Verletzten, darunter auch Babys, ins Krankenhaus von Kirkuk, das angesichts der Zahl der Verwundeten völlig überlastet war.
Der Anschlag wurde nur wenige Stunden nach einer Rede von Ministerpräsident Nuri al-Maliki verübt, in der der Regierungschef den Abzug der US-Truppen aus den irakischen Städten bis Ende des Monats als "großen Sieg" würdigte. Die Behörden haben gewarnt, dass Aufständische den Abzug zu neuen Anschlägen nutzen könnten, um das Vertrauen in die Regierung zu untergraben.
(apa/red)
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