Donnerstag, 18. Juni 2009

Haie als Kokainschmuggler missbraucht: Großer Drogenring in Mexiko aufgeflogen

  • Marine stellte mehr als 800 Pakete mit Kokain sicher
  • "Heiße Ware" war in gefrorenen Haikörpern versteckt

Der mexikanischen Marine ist ein schwerer Schlag gegen die Drogenkartelle geglückt. Sie stellte nach eigenen Angaben über 800 Pakete mit Kokain sicher, die in rund 400 gefrorenen Haikörpern versteckt waren. Wie die Zeitung "El Universal" unter Berufung auf die Behörden berichtete, hatte die "heiße Ware" ein Gewicht von 893 Kilogramm.

Das Rauschgift sei am vergangenen Wochenende in zwei Containern an Bord eines Frachtschiffes im Hafen Progreso auf der Yucatan-Halbinsel entdeckt worden. Die unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrende "Dover Strait" hatte aus Costa Rica kommend zunächst einen US-Hafen angesteuert, um von dort aus nach Mexiko zu gelangen. Das Ziel sei vermutlich Guatemala gewesen, hieß es.

Haie dienten als Drogenversteck
Die Hafenbehörden von Progreso seien von unbekannten Informanten auf eine verdächtige Ladung aufmerksam gemacht worden, hieß es in einem Bericht der mexikanischen Marine. Im Inneren der Haifische entdeckten die Drogenfahnder Säcke mit einem weißen Pulver, das sich als Kokain herausstellte.

Die Drogenkartelle haben im Laufe der Jahre vielfältige Tricks für den Schmuggel benutzt. Sie verstecken die Ware in Fahrzeugen, Schiffen, U-Booten und Flugzeugen. Oft werden Kokain und Heroin aber auch in gefrorenen Tierkörpern versteckt. (apa/red)

18.6.2009 09:18