Dienstag, 16. Juni 2009

Sieben Todesopfer bei Großdemo im Iran:
Schüsse nach Angriff auf einen Militärposten

  • Wahlverlierer Moussavi fordert öffentlich Neuwahlen
  • Präsident Ahmadinejad derzeit zu Gast in Russland
    Obama äußert tiefe Besorgnis über Lage im Iran

Weitere Eskalation der Gewalt im Iran: Bei Zusammenstößen nach einer Großdemonstration in Teheran gegen die Wiederwahl des Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad sind sieben Menschen getötet worden. Sie seien bei einem Schusswechsel ums Leben gekommen, so der staatliche Rundfunk. Nachdem mehrere Menschen versucht hätten, "eine militärische Einrichtung anzugreifen", soll es zu den tödlichen Auseinandersetzungen gekommen sein. Der iranische Parlamentspräsident Ali Larijani kritisierte die Gewaltanwendung und forderte, das Innenministerium müsse dafür die Verantwortung übernehmen.

Unterdessen sind die Vorbereitungen für eine neue Großdemonstration angelaufen. Beim Auseinandergehen der Kundgebung mit mehreren hunderttausend Anhängern das Präsidentschaftskandidaten Mir-Hossein Moussavi hatten die Demonstranten gerufen: "Alle auf dem Wali-Asr-Platz um fünf Uhr! (14.30 Uhr MESZ)" Moussavi forderte seine Anhänger zu einer "ruhigen und friedlichen" Demonstration auf. Auch die Regierungsanhänger wollen demonstrieren.

Es war die erste Bestätigung für einen Zwischenfall nach der Großkundgebung am Asadi-Platz, bei der hunderttausende Anhänger des nach offizieller Lesart unterlegenen Reformkandidaten Moussavi friedlich demonstriert hatten. Als sich die Menge nach Einbruch der Dunkelheit aufzulösen begann, versuchte eine Gruppe Demonstranten, das Gebäude einer mit den Revolutionsgarden in Verbindung stehenden Freiwilligenmiliz am Rand des Platzes in Brand zu stecken und zu stürmen. Daraufhin gaben Personen in dem Gebäude Schüsse auf die Demonstranten ab.

Moussavi fordert Neuwahlen
Moussavi gab sich bei der Kundgebung unnachgiebig und forderte zum weiteren Widerstand gegen den Wahlbetrug auf. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit der Wahl sagte er zur Menge: "Wir müssen unsere Rechte, die mit Füßen getrampelt wurden, zurückgewinnen. Wir müssen diese Lüge beenden und gegen den Betrug aufstehen." Er selbst sei bereit, dafür jeden Preis zu zahlen. "Sonst bleibt nichts übrig vom Vertrauen der Menschen in die Regierung und das herrschende System." Moussavi sagte weiters, er habe nur geringe Hoffnung, dass der Wächterrat das gefälschte Wahlergebnis annullieren werde. Die Demonstranten antworteten mit Sprechchören: "Lang lebe Moussavi!"

Unterdessen sind nach Oppositionsangaben mehrere Reformer festgenommen worden. Der frühere Vizepräsident Mohammed Ali Abtahi sei abgeführt worden, teilte sein Büro mit. Bereits zuvor war nach Angaben aus Oppositionskreisen der prominente Reformer Said Hajarian festgenommen worden.

Obama tief besorgt
US-Präsident Barack Obama äußerte sich angesichts der Gewalt im Iran tief besorgt. Die demokratischen Abläufe wie freie Meinungsäußerung und das Recht auf friedliche Proteste seien universelle Werte, die respektiert werden müssten, sagte Obama. Er könne zwar nicht beurteilen, ob die Wahl gefälscht worden sei, aber er könne erkennen, dass sich bei den Menschen, die so voller Hoffnung und der Demokratie verpflichtet gewesen seien, ein Gefühl des Betrugs einstelle. Die Untersuchung der Vorwürfe der Wahlfälschung dürfe jedoch nicht zu Blutvergießen oder der Unterdrückung Andersdenkender führen, warnte der US-Präsident.

Unterdessen traf Ahmadinejad trotz der Massenproteste gegen seine umstrittene Wiederwahl in der Heimat zu einem Gipfeltreffen in Russland ein. Er wollte in Jekaterinburg im Ural an einer regionalen Sicherheitskonferenz teilnehmen.

(apa/red)

16.6.2009 09:44
Vasant, 15. 06. '09 22:15
Faymann & Strasser
Also wennst die Beiden nebeneinander stellst, dann fragst
dich echt, wer von denen die größere Schlaftablette ist;)))

Also eigentlich ein Wahnsinn, welche Leute in unserem
Land an der "Macht" sind und was die daraus machen!!
Da werden offensichtlich die Bedürfnisse der Wähler in
Österreich total ignoriert und als "unwichtig" befunden,
aber hauptsache die kassieren die wichtigen Positionen,
damit sie sich besser fühlen. Politik ist nur mehr Prestige,
Image und Selbstliebe in meinen Augen, aber eigentlich
wars das eh schon immer.

In ganz Europa gehts zu ... die EU war echt ein toller
Gedanke, aber ein Wahnsinn was die Politiker aus
Brüssel daraus gemacht haben! Das war alles das
Werk der ÖVP und des Herrn Schüssel! DANKE!

Armes Österreich! Verkauft!


Meine Meinung!
SunshineState, 15. 06. '09 13:04
In wenigen Jahrzehnten
gehts bei uns auch so zu, dann haben es Rot/Grün entgültig geschafft das wir ein Muselstaat sind.