Montag, 22. Juni 2009

"Die Mullahs müssen weg": Demo für Neuwahl im Iran vor dem Wiener Parlament

  • Veranstaltung wegen Radikalen vorzeitig beendet
  • Wien: Ringstraße wegen Kundgebung gesperrt

Rund 1.200 Menschen haben sich vor dem Parlament in Wien versammelt, um für eine Neuaustragung der Präsidentschaftswahlen im Iran demonstriert. Sprechchöre mit den Worten "Weg weg weg, die Mullahs müssen weg" und "Nieder mit der Diktatur" waren von den Protestteilnehmern zu hören. "Wir verurteilen den grausamen Mord an unseren Landsleuten und die Inhaftierung Hunderter Oppositioneller, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten", erklärte einer der Veranstalter, Ahmad Hashemi.

Man fordere die sofortige Freilassung der Inhaftierten und außerdem den freien Zugang zu allen Medien, da dies ein Grundrecht eines jeden Volkes sei, betonte Hashemi weiter. Zudem hätten internationale Organisationen und auch die UNO-Menschenrechtskommission dazu aufgerufen, die Freilassung aller politischen Gefangenen im Iran zu fordern. "Wir fordern alle Menschen dieser Welt, die für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte eintreten auf, ihre Stimmen gegen die Unterdrückung und die Missachtung der Menschenrechte im Iran zu erheben", so Hashemi.

"Free Iran"
Die Ringstraße musste wegen der Kundgebung zweitweise gesperrt werden. Transparente mit der Aufschrift "UNO help", "Free Iran" und "Silent Scream, wir sind alle vereint" waren vor dem Parlament zu sehen. Auch eine Lichterkette mit Hunderten Kerzen und Fackeln wurde gebildet.

Abbruch wegen "Hardlinern"
Obwohl bis 22.00 Uhr angemeldet, wurde die Demonstration laut Polizei um 20.50 Uhr abgebrochen, da sich unter den Teilnehmern auch kleinere Gruppen, sogenannte "Hardliner", befunden hätten. Mit deren radikalen Botschaften hätten sich die Veranstalter nicht identifizieren wollen. Das Ziel sei zwar dasselbe, doch man wolle keine Gewalt, so Hashemi dazu. Trotz des vorzeitigen Abbruchs verlief die Protestaktion störungsfrei.

(apa/red)

22.6.2009 16:01
maierhofer____, 22. 06. '09 11:00
Gutes Recht
Wenn die Tibeter protestieren fiebern alle mit und unterstützen die,warum dürfen das die Iraner nicht,nur weil sie aus dem nahen Osten sind?

Seid doch froh,diese Leute kämpfen darum,dass der Iran eine richtige Demokratie wird,in dem die Religion keine Macht über die Regierung mehr hat... Wisst ihr,was für Auswirkungen das auf die globale Sicherheit hätte?
Vasant, 22. 06. '09 11:10
Re: Gutes Recht
Und was ändert das, wenn die auf der Ringstrasse
protestieren? Wie du richtig sagst, protestieren eh
schon alle Glaubensgemeinden und wenn du dir
wegen dem Iran Gedanken wegen der "globalen
Sicherheit" machst, dann frag ich mich wann die
Südkoreaner bei uns protestieren, weil Nordkorea
ist zum jetzigen Zeitpunkt etwas gefährlicher!

Wir zahlen die Einsätze für deren Sicherheit, riskieren
vielleicht Auseinandersetzungen am Ring, weil auch da
wieder radikal denkende dabei sind und unser Verkehr
und die Arbeitenden werden blockiert! Und was bringts?

NICHTS! Wir haben in unserem Land selbst genug
Probleme, aber ich seh in keinem anderen Land auch
nur einen einzigen Österreicher protestieren und
blockieren!

So viel zum Thema "Gutes Recht" ... und wo bleiben
die Rechte der Österreicher?
Vasant, 22. 06. '09 09:45
Sind wir hier im Iran?
Menschenrechte sind absolut wichtig, aber was macht eine
Demo gegen das Regime im Iran auf unserer Ringstrasse?
Nach dem blutigen Massaker der Inder, haben wir nun bald
auch noch die radikalen aus dem Iran hier und da wundert
sich jemand, warum die Einstellung der Österreicher immer
negativer wird? Also nur Dumme dürfen sich jetzt wundern!


Meine Meinung!
Rasso, 22. 06. '09 05:16
Die sollen zu Hause demonstrieren,
nicht bei uns in Österreich.
SunshineState, 22. 06. '09 09:02
Re: Die sollen zu Hause demonstrieren,
Richtig. Was soll das da für einen Sinn machen. Die Ringstraße ist schon fast jeden 2. Tag wegen irgendwelcher dubiosen Veranstaltungen von diversen Gutmenschen gesperrt. Was soll das?