Verwirrspiel um Pfarrer Friedl: Gab es mit dem Bischof schon Gespräch über Zölibat?
- Fall war sogar Gesprächsgegenstand mit dem Papst
- Pfarrer Friedl will davon allerdings gar nichts wissen

·Kehrt Pfarrer Friedl in das Zölibat zurück?
Bischof glaubt an Umkehr
des Ungenacher Pfarrers
Totale Verwirrung in der Zölibats-Diskussion um den oberösterreichischen Pfarrer Josef Friedl: Der Pfarrer von Ungenach hatte erklärt, dass er ein Gespräch mit Bischof Ludwig Schwarz wünsche, nachdem medial bekannt wurde, dass sein Fall Gegenstand eines Gesprächs der österreichischen Bischöfe mit Papst Benedikt XVI. in Rom war. Dieses Gespräch soll laut offizieller Mitteilung des Diözese mittlerweile erfolgt sein. Friedl wollte abermals nichts davon wissen.
Bereits am Freitag gab es ähnliche Verwirrung: In Zuge des Treffens der Bischöfe mit dem Papst soll Schwarz dem Heiligen Vater einen Brief Friedls überreicht haben, in dem dieser angeblich schrieb, seine öffentlich bekannte Beziehung zu einer Frau zugunsten seines Zölibatsgelübdes aufgeben zu wollen. Das teilte der Linzer Diözesanbischof auch bei einer Pressekonferenz mit. Gegenüber den Medien bestritt allerdings Friedl, von einem Schreiben an den Papst oder vom Papst zu wissen. Er forderte weiters, dass er vorher mit dem Diözesanbischof reden wolle. Friedl war erst vor kurzem von einer Reise aus Israel zurückgekehrt und hatte eigenen Angaben zufolge noch keine Zeit, sich ausgiebig über die aktuelle Lage bezüglich seiner Person zu informieren. "Man muss mich informieren. Ich warte auf einen Anruf des Bischofs", so seine Stellungnahme.
Wie Diözesansprecher Ferdinand Kaineder nun mitteile, sei dieses von Friedl geforderte Gespräch mittlerweile erfolgt. "Der Bischof hat mit Friedl gesprochen", so Kaineder. Über den genauen Inhalt des Gesprächs sei ihm aber bis dato noch nichts bekannt. Abermals mit dieser Aussage konfrontiert, wollte Pfarrer Friedl wieder nichts von den neuen Entwicklungen in seinem Fall wissen. "Ich hab mit dem Bischof noch nicht gesprochen, weder heute noch gestern. Es kann sein, dass er versucht hat, mich anzurufen, das weiß ich allerdings nicht", so seine Stellungnahme. (apa/red)
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