Sonntag, 21. Juni 2009

Verwirrspiel um Pfarrer Friedl: Gab es mit dem Bischof schon Gespräch über Zölibat?

  • Fall war sogar Gesprächsgegenstand mit dem Papst
  • Pfarrer Friedl will davon allerdings gar nichts wissen

Totale Verwirrung in der Zölibats-Diskussion um den oberösterreichischen Pfarrer Josef Friedl: Der Pfarrer von Ungenach hatte erklärt, dass er ein Gespräch mit Bischof Ludwig Schwarz wünsche, nachdem medial bekannt wurde, dass sein Fall Gegenstand eines Gesprächs der österreichischen Bischöfe mit Papst Benedikt XVI. in Rom war. Dieses Gespräch soll laut offizieller Mitteilung des Diözese mittlerweile erfolgt sein. Friedl wollte abermals nichts davon wissen.

Bereits am Freitag gab es ähnliche Verwirrung: In Zuge des Treffens der Bischöfe mit dem Papst soll Schwarz dem Heiligen Vater einen Brief Friedls überreicht haben, in dem dieser angeblich schrieb, seine öffentlich bekannte Beziehung zu einer Frau zugunsten seines Zölibatsgelübdes aufgeben zu wollen. Das teilte der Linzer Diözesanbischof auch bei einer Pressekonferenz mit. Gegenüber den Medien bestritt allerdings Friedl, von einem Schreiben an den Papst oder vom Papst zu wissen. Er forderte weiters, dass er vorher mit dem Diözesanbischof reden wolle. Friedl war erst vor kurzem von einer Reise aus Israel zurückgekehrt und hatte eigenen Angaben zufolge noch keine Zeit, sich ausgiebig über die aktuelle Lage bezüglich seiner Person zu informieren. "Man muss mich informieren. Ich warte auf einen Anruf des Bischofs", so seine Stellungnahme.

Wie Diözesansprecher Ferdinand Kaineder nun mitteile, sei dieses von Friedl geforderte Gespräch mittlerweile erfolgt. "Der Bischof hat mit Friedl gesprochen", so Kaineder. Über den genauen Inhalt des Gesprächs sei ihm aber bis dato noch nichts bekannt. Abermals mit dieser Aussage konfrontiert, wollte Pfarrer Friedl wieder nichts von den neuen Entwicklungen in seinem Fall wissen. "Ich hab mit dem Bischof noch nicht gesprochen, weder heute noch gestern. Es kann sein, dass er versucht hat, mich anzurufen, das weiß ich allerdings nicht", so seine Stellungnahme. (apa/red)

21.6.2009 19:56
Sensor, 22. 06. '09 22:53
Bitte um klare Antwort
Was stimmt jetzt?
1. Man kennt sich nicht mehr aus:
Der Bischof sprach von einem Brief Pfarrer Friedls und einem Gespräch zwischen Friedl und ihm. Pfarrer Friedl weiß aber nichts davon.
Hat mindestens einer von beiden Alzheimer?
2. Zum Zölibat:
1000 Jahre lang kam die kath. Kirche ohne Zölibat aus. Dann führte man diese unglücklich machende (sinnlose) Bestimmung ein. Man soll es jedem Priesterkandidaten freistellen, in welcher Form er leben will. Es scheint, dass die alten Männer im Vatikan einfach nichts dazu lernen.
Sie bestellen ohne Gespür Bischöfe, die nicht ankommen oder ungeeignet sind, treten von einem Fettnäpchen ins andere, statt selber zurückzutreten und die Arbeit Leuten zu überlassen, die das besser können. In einem gesunden Unternehmen würde man bei derartigen Fehlentscheidungen gefeuert
sidestep, 22. 06. '09 07:30
Lügenbaron
Der Lügenbaron Münchausen dürfte der Taufpate von Pfarrer Friedl gewesen sein. Nun, nachdem sein Schmäh mit dem Aussitzen bis zur Pension nicht geklappt hat, verlegt er sich auf die Taktik "alle verwirren, damit niemand mehr sich auskennt". Dieser Obersünder, der die Kutte eines Priesters tragen darf und in dieser Kutte Arigona für seine Zwecke des Lobbings für seine Beziehung missbrauchte, ist schlimmer als sein Pate Münchhausen. Hinweg mit solchen Leuten aus der katholischen Kirche bevor diese selbst unglaubwürdig wird!
Sensor, 22. 06. '09 23:01
Re: Lügenbaron, so ein Blödsinn!
Vorverurteilungen soll man vermeiden. Noch ist nicht geklärt, was wirklich geschehen ist!
Im Vergleich zu manch anderem Kirchenmann oder Politiker ist er beinahe ein Heiliger. Wegen des Bruchs eines unsinnigen Kirchengesetzes, gegen das viele Priester heimlich vertoßen? Lächerlich! Wird ein Fall öffentlich, dann dringt auch die Scheinheiligkeit der Ankläger ans Tageslicht.
Maika, 21. 06. '09 21:15
Was soll den dieser Zirkus
was dieser Pfarrer Friedl leugnet oder nicht, was diesbezüglich von der Diözese offiziell mitgeteilt und von Friedl wieder abgestritten wird, ist sowas von uninteressant,daß es das Papier nicht wert ist worauf es gedruckt wurde.