Sonntag, 21. Juni 2009

"Das geht nicht, das mache ich nicht": Häupl schließt Koalition mit FPÖ in Wien aus

  • Wien-Wahl: Vorziehen auf Frühjahr 2010 möglich
  • Opposition attestiert Bürgermeister Amtsmüdigkeit

Wiens Bürgermeister Michael Häupl hat in der Pressestunde neuerlich ein Vorziehen der Wien-Wahl vom Herbst aufs Frühjahr 2010 angedeutet. Er kündige das nicht an, schließe es aber auch nicht aus, so Häupl. Er bekräftigte auch seine Abgrenzung zur FPÖ und schloss eine Koalition mit den Blauen aus. "Das geht nicht, das mache ich nicht." Bei der FPÖ laufe alles auf "Ausländer raus" hinaus, sie biete keine Lösungen. Aufhorchen ließ Häupl mit einem Vorschlag zur Ganzjahresbesteuerung für Arbeitnehmer.

Über Koalitionen machte der Bürgermeister sonst keine Aussagen, darüber denke er frühestens am Wahlabend nach. Auffällig oft kam dem Bürgermeister das Wort "Ordnung" über die Lippen. Als Lösungsansatz für Probleme im Ausländer-Bereich nannte Häupl bessere Kommunikation. Als Stadtchef mache er die Fremdengesetze nicht, müsse aber damit umgehen. Und dabei setzte er auf Mediation, etwa mit dem Modell "Hausmeister neu".

Er könne sich "die Ausländer nicht wegwünschen"
Er könne sich "die Ausländer nicht wegwünschen", aber ein Miteinander herbeiführen, so Häupl auf Unmut in der Bevölkerung angesprochen. Dafür müssen diese aber Deutsch können. Er wolle die Leute zum Reden bringen, notfalls aber auch "Ordnung" schaffen und Strenge zeigen. Eine Beziehung funktioniere nur, wenn sich beide Seiten an die Regeln halten. Beim derzeit wieder heftig diskutierten Thema Asyl wünschte sich Häupl die Abschiebung aller rechtskräftig Verurteilen und schnelle Verfahren.

Steuer-Debatte
In der Steuer-Debatte kann er sich eine Ganzjahresbesteuerung für Arbeitnehmer vorstellen, allerdings im Zuge einer größeren Strukturreform. Er lehnte die Wiedereinführung der Erbschaftssteuer ab und plädierte für eine Vermögenszuwachssteuer, wobei die Einnahmen für den Gesundheitsbereich zweckgebunden sein sollen.

Reaktionen der Opposition
Amtsmüdigkeit attestiert die Opposition dem Bürgermeister. "Häupl fehlen die Visionen und die Energie", um die nötigen Reformen die Wien anzugehen, sagte die Klubobfrau der Wiener Grünen, Maria Vassilakou. Ähnlich äußerte sich auch FPÖ-Obmann Strache. Häupl trage "keinerlei Feuer der Leidenschaft, kein Engagement und vor allem keinen politischen Gestaltungswillen mehr in sich". Klubobmann Tschirf bezeichnete es als "enttäuschend und lethargisch", wie Häupl auf das Thema Arbeitsplatzabbau bei Siemens reagiert habe. BZÖ-Generalsekretär Strutz meinte wiederum aus den Aussagen Häupls die Einführung neuer Steuern herausgehört zu haben.

(apa/red)

21.6.2009 13:44
Vasant, 22. 06. '09 21:29
Häupl Zitat im Interview
"Man sollte die Stadt nicht jenen Leuten überlassen,
deren Ende man kennt"

Bei der Aussage denke ich an die letzten Wahlen
und die Ergebnisse der SPÖ;)

Na dann sag ich mal Prost und auf Wiedersehen
Herr Häupl;) Bei dem Interview hatte er in kurzer
Zeit 1 Glas Sekt und 1 Glas Weisswein gelehrt und
da frag ich mich, wie kann man da noch Politik machen?

Meine Meinung!
Vasant, 22. 06. '09 12:02
Man wünscht sich ...
"die Abschiebung aller rechtskräftig Verurteilen und schnelle Verfahren."

Was gibts da zu "wünschen"? Ein Verbrecher, egal welcher
Nationalität ist umgehend zu bestrafen, oder abzuschieben
und ein lebenslanges Landesverbot sollte auch umgehend
verhängt werden!

Nicht wünschen und träumen, sondern handeln und nicht
immer nur "warme Luft" versprechen, während täglich die
Kriminalität steigt und viele Opfer fordert! Das sind in
meinen Augen alles Opfer der Politik, die nach Strich und
Faden versagt! Und das muss man sich mal durch den
Kopf gehen lassen, da wird einem schlecht!

Also weg von der Heurigenstammtischpolitik und
ARBEITEN!


Meine Meinung!
hary1965, 22. 06. '09 11:23
Einfach nur zu sagen
dieser Häupl ist eine Zumutung für die Österreichische Politik, dass einzig positive an diesen Politiker ist, dass er eine Liebe zu Wölfen hat, dass war das einzige was mir gefallen hat, ich würde mich auch freuen wenn sie bei uns wieder heimisch wären
SunshineState, 22. 06. '09 10:09
Er kann sich
die Ausländer nicht wegwünschen? Das nicht, aber wegschicken wär eine Lösung!!!
Vasant, 22. 06. '09 09:42
Typisch SPÖ!
Die Frage ist nicht, mit wem die SPÖ will oder nicht,
sondern wer will denn überhaupt noch freiwillig mit
der SPÖ? Die haben sich sogar nach der Neuwahl
von den absoluten Verlierern, nämlich der ÖVP die
besten Ämter abjagen lassen und sowas ist in der
Regierung? Eigentlich ein Trauerspiel!

Anstatt aus Fehlern zu lernen, was die seit Jahren
nicht können und Konsequenzen aus den letzten
erbärmlichen Wahlen zu ziehen, klopfens wieder
fest wie beim Heurigen am Tisch und reißen das
Maul weit auf! Die SPÖ ist nichts und kann nichts!
So schauts halt einfach mal aus!

Die haben, nicht nur für mich, an Glaubwürdigkeit,
Konsequenz, Leistung etc. absolut verloren! Das ist
keine Partei, sondern ein Sauhaufen geworden!


Meine Meinung!
SunshineState, 21. 06. '09 16:55
Vielleicht hat
der gute Mann auch gar nicht mehr die Möglichkeit mit der FPÖ eine Koalition zu bilden. Es geht nämlich in Wien auch ohne SPÖ!!
sidestep, 21. 06. '09 16:42
Mieselsüchtige Koffer
Diese Bezeichnung hatte Häupl einmal für die ÖVP übrig. In der Pressestunde gab er wieder Sachen von sich, die mehr als überflüssig waren. Z.B. sagte er sinngemäß zu den Wienern, sie müssen sich bemühen mit unseren ausländischen "Mitbürgern" im Gemeindebau zusammenleben zu können. Das sagt einer, der wahrscheinlich in einer Gegend wohnt, wo man nicht einmal weiß, wie man das Wort Ausländer schreibt. Und nähert sich einer seiner Türklingel, dann könnte ich mir vorstellen, dass vier Polizeisten gleichzeitig sich auf den stürzen und ihn verschnüren, dass der arme Kerlglaubt, er sei eine verpuppte Schmeterlingsraupe. Aber für seine Landsleute hat er Ratschläge dieser Art parat. Deshalb ein guter Rat an den Rathausmann nach original Wiener Slang: "Hau di über die Häuser oberg`scheiter Michl"