Kehrt Pfarrer Friedl in das Zölibat zurück?
Bischof Schwarz spricht von Sinneswandel
- Ungenacher Pfarrer dementiert neues Bekenntnis
- Bischof Schwarz: "Suspendierung einzige Alternative"

Pfarrer Josef Friedl will nichts von seiner angeblichen schriftlichen Erklärung wissen, in der er seine Rückkehr zur zölibatären Lebensweise ankündigen soll. Das sagte er gegenüber der ORF-"ZiB" am Freitag. Zuvor hatte der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz berichtet, Friedl habe diesbezüglich eine schriftliche Erklärung abgegeben.
Der Pfarrer von Ungenach in Oberösterreich hatte mit einem Bekenntnis zu seiner Lebensgefährtin für Wirbel in Kirchenkreisen gesorgt. Friedl war nach seinem Eingeständnis im März als Dechant abgesetzt worden, durfte aber vorerst Pfarrer bleiben.
Es folgten weitere Gespräche mit Bischof Schwarz. "Wir haben miteinander gesprochen und gebetet", schilderte dieser am Freitag. Friedl habe sich schließlich entschlossen, wieder zur zölibatären Lebensweise zurückzukehren und sich "mit ungeteiltem Herzen" seiner Aufgabe als Priester widmen zu wollen. Das Gespräch mit der betroffenen Frau wolle Friedl selbst führen, so Schwarz. Die einzige Alternative zu Friedls "Umkehr" wäre seine Suspendierung gewesen, so der Bischof.
Dem Vernehmen nach will Friedl aber bei seiner bisherigen Lebensweise bleiben. Er war für die APA vorerst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
(apa/red)
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