"Nein" zu Schmieds Matura-Reform-Plan:
ÖVP lehnt zentrale schriftliche Prüfung ab
- Qualitätssicherung soll an vorderster Stelle stehen
- Schmied: Befürchtungen "vollkommen unbegründet"

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Die ÖVP lehnt ein zentrales Element der von Unterrichtsministerin Schmied geplanten Matura-Reform ab: Sie ist gegen die ausschließlich zentrale Vergabe der Aufgaben für die schriftliche Klausurarbeit. Befürchtet wird, dass damit schulautonome Inhalte zu kurz kommen. Die ÖVP informierte nach eigenen Angaben Schmied über ihre Kritikpunkte und Anregungen zur geplanten Reform.
Seitens der ÖVP betonte man, sich dem Regierungsprogramm entsprechend zu einer standardisierten kompetenzorientierten Matura zu bekennen, die sowohl zentrale als auch schulspezifische Elemente enthält und bei der schulautonome pädagogische Schwerpunkte berücksichtigt werden müssten. Als besonders wichtig erachtet man dabei die Qualitätssicherung der Reifeprüfung.
Vereinheitlichung von Grundkompetenzen
Nichts einzuwenden hätte die ÖVP, wenn bei der schriftlichen Reifeprüfung Grundkompetenzen zentral abgefragt werden. Dies hielte sie auch als Element der Qualitätssicherung für die tertiären Bildungseinrichtungen für wichtig. Deshalb fordert die ÖVP die Definition einheitlicher Mindestkompetenzen über alle Schultypen und auch bei Externistenmatura und Berufsreifeprüfung, die klarstellen, über welche Kompetenzen und Kenntnisse ein Maturant verfügt.
"Bundesreifeprüfungskommission" gefordert
Weiters fordert die ÖVP die Einrichtung einer "Bundesreifeprüfungskommission". Zusätzlich zum Bundesinstitut für Bildungsforschung, das nach den Plänen Schmieds für die Entwicklung der zentralen Prüfungsteile zuständig ist, sollte dieses Gremium beraten und kontrollieren. Zudem will die ÖVP im Zusammenhang mit der Maturareform die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen beim BIFIE an die Erfordernisse der neuen Reifeprüfung anpassen. Aus Sicht der ÖVP steht man jedenfalls erst am Anfang der Verhandlungen über die Maturareform.
SPÖ: Befürchtungen unbegründet
Im Unterrichtsministerium hält man die Befürchtung der ÖVP um den Verlust der schulautonomen Schwerpunkte bei der im Rahmen der Matura-Reform geplanten zentralen schriftlichen Klausur für "vollkommen unbegründet". Den Vorschlag des Koalitionspartners, nur einen gewissen Teil der schriftlichen Prüfung zentral vorzugeben, bezeichnete das Ministerium in einer Stellungnahme als "nicht praktikabel". (apa/red)
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