Donnerstag, 18. Juni 2009

Winter kommt nicht ungeschoren davon:
Gericht bestätigt Strafe wegen Verhetzung

  • Drei Monate bedingte Haft & 24.000 Euro Geldstrafe
  • Winter will vor den Europäischen Gerichtshof ziehen

Die Berufsverhandlung im Fall der FPÖ-Politikerin Susanne Winter, die im Grazer Gemeinderatswahlkampf 2008 unter anderem den Propheten Mohammed als "Kinderschänder im heutigen Rechtsverständnis" bezeichnet hatte, hat in Graz mit der Bestätigung des Strafausmaßes in erster Instanz geendet. Zwei der "strafgebenden Fakten" wurden jedoch fallengelassen.

Der Vorsitzende Richter Erwin Schwentner begründete die Entscheidung damit, dass auch die anderen Delikte "derartig schlimm" seien, dass diese allein für die Strafe reichten.

Herabwürdigung & Verhetzung
Winter war im Jänner 2009 am Straflandesgericht Graz wegen Herabwürdigung religiöser Lehren und Verhetzung zu drei Monaten bedingter Haft und 24.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die FPÖ-Abgeordnete war damals in Berufung gegangen.

Bei der Verhandlung brachte Winters Verteidiger noch diverse Anträge - unter anderem zur Einholung eines historischen Gutachtens - ein. Diese wurden aber vom Richtersenat abgewiesen. Das Verfahren ist nun abgeschlossen, es gibt keine ordentlichen Rechtsmittel mehr.

Fortsetzung vor EuGH?
Die angeklagten Äußerungen ("Einwanderungs-Tsunami", "Feindreligion" sowie die Passage, Prophet Mohammed sei im heutigen Rechtsverständnis ein Kinderschänder und habe den Koran im Rahmen epileptischer Anfälle geschrieben) waren beim Neujahrstreffen der Freiheitlichen im Grazer Wahlkampf-Finale Anfang 2008 gefallen. Winter hat sich inzwischen als Grazer Stadträtin und Stadtparteichefin zurückgezogen und ist FPÖ-Abgeordnete im Nationalrat. Sie kündigte nun an, bis vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) gehen zu wollen.

(apa/red)

18.6.2009 11:24
tegetthoff, 18. 06. '09 14:41
Da sieht man wieder...
...dass Recht und Gerechtigkeit nichts miteinander zu tun haben.
Dazu:§ 242 StgB Hochverrat:
(1) Wer es unternimmt, mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt die Verfassung der Republik Österreich oder eines ihrer Bundesländer zu ändern oder ein zur Republik Österreich gehörendes Gebiet abzutrennen, ist mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren zu bestrafen.
(2) Ein Unternehmen im Sinn des Abs. 1 liegt auch schon bei einem Versuch vor.

Soviel zu den gewaltbereiten Linken die versuchen das Recht auf freie Meinungsäusserung mit Gewalt oder Androhung auf Gewalt zu untergrücken....
pusher23, 18. 06. '09 13:33
Weg mit solche Hetzer!
Die Kampagne gengan Strache is ja teilweise schon etwas lächerlich geworden, und das zufälligerweise genau im Wahlkampf^^. Aber solche Leute, die andere Religionen zutiefst demütigen sollen daham bleiben!! Und solche Leute sitzen auch noch im Nationalrat und lassen sich von uns bezahlen für ihre kranken Aussagen!!! Unerhört!! Wie tief muss man sein um andere so zu demütigen??? Da muss man ja ein Problem mit sich selbst haben, sonst macht man solche Aussagen nicht... Und sowas will Politik machen AB INS HÄFN!!
Murmel73, 18. 06. '09 12:44
Mit Vorstrafe im Nationalrat
Es ist eigentlich kaum zuglauben, das es tatsächlich möglich ist als ordentlich verurteilter Rechtsbrecher noch im Nationalrat zu sitzen. Jede neu ausgeschriebene leitende Position verlangt einen ordentlichen Leumund. Für den NR schein das offensichtlich nicht zu gelten. Man sollte doch vielleicht darüber nachdenken ob Abgeordnete, nach ordentlicher Verurteilung nicht automatisch auch aus dem Parlament entfernt werden sollen. Ohne Abschiedszahlungen oder gar Pensionsanspruch!!!
tfpalpatine, 18. 06. '09 11:43
unglaublich....
ganz ehrlich, in fast jedem anderen land in der eu, hätte sie für so ein geringes strafausmaß dankbar sein müssen...
und da kann sie nun auch zu jedem gerichtshof dieser welt gehen, sofern die gerechtigkeit siegt, wird sie der strafe nicht entkommen können. dass so eine frau überhaupt im nationalrat sitzen darf, ist mir unbegreiflich. naja gut, solang das ein graf und ein herr strache dürfen... da ist sie eh in bester gesellschaft.... eine richtige schande für österreich. wie bereits erwähnt, unglaublich!