"Die Zeit der Ausreden ist vorbei": Heinisch-
Hosek fordert volle Gleichberechtigung
- NEWS-Interview: Einkommensschere verkleinern
- Sanktionen bei Nichteinhaltung der Frauenquote
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die Barbara Prammer als SPÖ-Frauenvorsitzende folgt, kündigt im NEWS-Interview Einschneidendes an: "Ich nehme mir eine Schere zum Symbol, um in Männerseilschaften ein bisschen hinein zuschneiden." Damit will sie gegen Privilegien kämpfen, weil sie nicht einsieht, "dass die Hälfte der Bevölkerung wie eine Minderheit behandelt wird. Die Zeit der Ausreden ist vorbei."
Um die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen zu verkleinern, möchte sie unter anderem für Firmen ab 25 MitarbeiterInnen betriebsinterne Gehaltstransparenz. Die Informationen darüber sollen auch Frauenministerin, Arbeitsminister und die Gleichbehandlungsanwaltschaft bekommen. Sollten eklatante Einkommensunterschiede nach zwei Jahren unverändert sein, will sie über Sanktionen reden.
Sanktionen plant sie auch für die Nichteinhaltung der 40-Prozent-Frauenquote in der SPÖ. Darüber werde sie, in Absprache mit SPÖ-Chef Werner Faymann, einen Vorschlag erarbeiten.
Und um der "täglichen Herabwürdigung von Frauen in Medien und Werbung" entgegenzuwirken, plant die Frauenministerin einen Sexismusbeirat und einen Sexismusbericht.
Mehr über die Pläne von Frauenministerin Heinisch-Hosek lesen im NEWS 25/09!
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