Dienstag, 9. Juni 2009

Androsch hat recht

  • Markus R. Leeb über unvermeidbaren Jobverlust
  • PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Kein Schaden ohne Häme. ­Der Verlust von 300 Jobs beim Leobener Leiterplattenkonzern AT&S ist ein großer Schaden für die Region, für die engagierten Beschäftigten und für Österreich. Die Häme kam postwendend. Gleich zweimal fand ich im elektronischen Posteingang die Stellungnahme eines Wirtschaftsbunddirektors, der sich über „Heuschrecken-Politik der SPÖ“ ereiferte. Dies, weil AT&S einen prominenten Hauptaktionär hat: Hannes Androsch. Der frühere Vizekanzler und Finanzminister ist auch Aufsichtsratschef von AT&S. Der wortgewaltige Industrielle und ­Berater zahlreicher Spitzenpolitiker hat oft vor den Standortnachteilen in Österreich gewarnt und Maßnahmen eingefordert. Jetzt hat er konsequent gehandelt. Ich meine: Androsch hat Recht. Der Markt ist global und schnell. Wer nicht rechtzeitig reagiert, geht unter. Wer Jobs auf Biegen und Brechen hält, riskiert alles. Jobverluste sind manchmal unvermeidbar. Diese Tatsache wird uns in den kommenden Wochen noch öfter begegenen. Aber das ist immer noch besser, als ein Unternehmen geht in Konkurs. Wer aus dem Abbau von Arbeitsplätzen politisches Kleingeld schlagen will, ist fehl am Platz. Das Land braucht konstruktive Kräfte, damit es bald wieder aufwärts geht.

9.6.2009 17:28
mahuber, 17. 06. '09 16:31
androsch
ist ein teilkrimineller oligarch der sein know-how als finanzminister genützt hat um sich teile der verstaatlichten die er selber vorher abgewirtschaftet hat unter den nagel zu reißen. er mehrt sein vermögen ausschliesslich durch geschicktes zu- und verkaufen. ein unternehmer der etwas neues schafft ist er leider keiner...